Sie kennen den Spruch: „Abwarten und Tee trinken!“. Bedeuten tut es, dass man sich nicht beunruhigen soll, man braucht nicht nervös zu sein, man kann ruhig die weiteren Ereignisse abwarten. Wahrscheinlich war diese Redewendung ursprünglich die Ermahnung an ungeduldige Kranke, Kräutertee zu trinken und die Ausheilung abzuwarten. Ein Beispiel wäre auch: Solange die Prüfungsergebnisse nicht bekannt sind, kann ich nur abwarten und Tee trinken.
Florstadt
Eine Herausforderung für Linkshänder
Am Dienstag, 13.08.2024, ist Weltlinkshändertag. Links ist immer schlecht, links ist immer falsch oder links ist immer schwach, unterstellt: „Der kann gar nichts, der ist eine Null!“ Links ist immer hinterlistig, bedeutet: „Dem kannst du nicht trauen, da musst du aufpassen!“ Der Ausspruch „Du hast zwei linke Hände!“ ist Synonym für ungeschickt, unbeholfen oder auch tollpatschig. Heute bin ich mit dem linken Bein aufgestanden, will sagen: „Heute klappt gar nichts!“ Das mach ich doch mit links, heißt: „Das ist sehr einfach für mich!“ Sie kennen diese Sprüche.
Strandgeflüster
Wo kann man Menschen besonders beobachten und belauschen? Am Strand! Jetzt wo die Augen und die Ohren nicht mehr so wollen, wird es schon etwas schwieriger. Aber mit Brille und Hörgerät geht es schon. Besonders das Hörgerät hat es mir angetan. Du kannst es mit einer Hörgeräte-App vom Handy aus steuern. Das ist genial. Ich musste allerdings eine Weile üben. Ich bin schon früh unterwegs, der Strand ist noch leer. Es ist Niedrigwasser und ich gehe im Watt spazieren.
Bauchgefühl, Herz und Verstand
Sie kennen das, wir müssen täglich Entscheidungen treffen, wir lernen täglich Neues, seien es Orte, Situationen oder Menschen. Und jeder reagiert anders. Der Eine ist ein Schnellentscheider und der Andere ist ein Zauderer, der keine Entscheidung treffen will, warum auch immer. Ich treffe Entscheidungen rational über den Verstand, emotional über das Herz oder über den Bauch.
Tun Sie auch so schwitze wie ich?
Am Donnerstag, 20. Juni 2024, war nach dem Kalender Sommeranfang und normalerweise geht dann das große Motzen wieder los. Zu kühl, zu nass, zu stürmisch, zu windig, zu wechselhaft, zu langweilig. Seit 40 Jahren gibt Rudi Carrell allen Nörglern über das angeblich schlechte Wetter eine Stimme. „Wann wird's mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war? Ja, mit Sonnenschein von Juni bis September und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr.“ Der Schlager schallt seit 1975 Trost spendend aus dem Radio und gipfelt in dem Kalauer: „...denn schuld daran ist nur die SPD“.
Notfall, du kannst kommen!
Niemand landet gerne in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Wer schon dort war, weiß von was ich spreche. Hektik, Stress, total überfüllt. Die Menschen, die dort arbeiten brauchen gute Nerven. Und die, die dort ankommen, könnten Vorsorgen und dadurch sich und dem Personal helfen. Bei was helfen? Zum Beispiel bei der Behandlung, wenn sie wüssten, welche Medikamente der Eingelieferte zu sich nimmt.
Die kleinste Zelle unserer Menschgemeinschaft
Wir Menschen sind biologische Wesen, heißt, wir benötigen Nahrung in fester und in flüssiger Form. Wir Essen und Trinken also. Was noch viel wichtiger ist und vorher kommt, wir benötigen Sauerstoff – wir atmen Luft ein und aus. Was dabei passiert, ist an dieser Stelle nicht so wichtig. Ohne Sauerstoff würden wir jedenfalls ersticken. Daneben sind wir noch sterblich. Das bringt mich jetzt auf den Punkt. Wir pflanzen uns noch fort.
Die Sache mit den Autokennzeichen
Seit 1970 fahr ich Auto. Mein erstes Kennzeichen war GN D 365. Das kann ich mir merken. Die nachfolgenden sind gedanklich weg. Sie standen auf der Innenseite eines Ordners untereinander. Das war der Ordner für Autopapiere. Irgendwann war er verbraucht und wurde entsorgt und mit ihm die Autokennzeichen. Es fing mit GN an, dann kam HU und danach MKK.
Wandern ist die beste Form der Fortbewegung
„Das Wandern ist des Müllers Lust“, Text: Wilhelm Müller, 1821 - (1794-1827) aus dem Gedichtzyklus "Die schöne Müllerin", Melodie: Carl Friedrich Zöller, 1844 - (1800-1860) ist der Komponist der populären Melodie, sangen wir als Schüler, wenn es aus der Schule raus ging und der „Wandertag“ anstand. Der Buchberg, die Barbarossaquelle oder die Mariengrotte in Horbach waren damals beliebte Ziele, bei den Lehrern. Mir als Schüler war das eigentlich egal, Hauptsache raus aus der Penne. Dass das Wandern, damals wie heute, sich großer Beliebtheit erfreut, war mir auch gleichgültig.
Respekt ist keine Einbahnstraße
Mit Respekt wollen wir doch alle behandelt werden! Oder, ist es ihnen egal, wie man sie behandelt? Aber auch für Respekt gilt das Autobahnprinzip, will sagen, auch Respekt ist keine Einbahnstraße. Wer respektvollen Umgang erwartet, muss auch respektvoll umgehen. Anders gesagt, wie man in den Wald hineinruft schallt es auch zurück. Ist eigentlich logisch.
Mai ist fast wie Urlaub
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus. Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt, so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt!“ 1841 schrieb Emanuel Geibel (1815 - 1884) dieses Frühlingsgedicht, das von Justus Wilhelm Lyra (1822-1882) ein Jahr später nach einer alten Volksweise vertont wurde. Populär als Frühlings- und Wanderlied wurde es bald nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1843.
Wasser ist und war nicht immer selbstverständlich
Wenn wir morgens aufstehen, führt uns der erste Weg meist ins Bad, gemeint ist der Raum, in dem sich Toilette, Badewanne oder Dusche und Waschbecken befinden. Die meisten von uns putzen sich als erstes die Zähne. Zum Mund ausspülen benutzen wir, wie selbstverständlich, Wasser. Es kommt aus der Leitung, wenn man den Hahn aufdreht und hört auf zu fließen, wenn man den Hahn zudreht. Das war nicht immer so und ist in vielen Teilen unseres Planten leider heute noch nicht so.
Zeit ist endlich und sie ist nicht umkehrbar
Das Wetter macht gerade seinem Monat Ehre, es ist richtiges Aprilwetter und noch kalt dazu. So mancher Gärtner wird jetzt Probleme im Garten gehabt haben. Etliche Pflänzchen werden erfroren sein. Nach dem Wetter ist die Zeit ebenso ein beliebtes Gesprächsthema von uns. „Ach ich hab jetzt gar keine Zeit“, wird oft als Synonym für „Las mir meine Ruhe, ich habe jetzt keine Lust“, verwandt. Aber, was ist Zeit?


