Ideen für die Zentren in der Region prämiert

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Obwohl Handel und Gastronomie deutlich aufatmeten, nachdem derzeit nahezu Normalität bei Einkauf und Einkehr herrscht, heißt es, am Ball zu bleiben. Alle Welt warnt vor dem Herbst.

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Schlimmer - in den nächsten 20 bis 30 Jahren werden sich Strukturen in unseren Städten und Dörfern verändern – damit verschwinden Flair und Charme. Schließungen und weitere Fachgeschäfts-Reduzierung stehen im Raum und werden von Zukunftsforschern prognostiziert.

Neue Ideen und Konzepte sind daher gefragt, um die Zentren unserer Dörfer und Städte weiter attraktiv für Einkauf, Bummel und Einkehr zu gestalten. Die Kombination von Service, Freundlichkeit und Digitalität macht‘s: Dem hatte sich der Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung.Wetterau e.V. (WRW) gestellt mit dem Ideenwettbewerb “100 Ideen für unsere Zentren in der Region.“ Insgesamt waren 22 Bewerbervideos ins Rennen gegangen und wurden über den YouTube Kanal des Vereins https://www.youtube.com/channel/UCVHPcKy7xbQBj0SjQ727ybQ/videos von den Zuschauer*innen bewertet.

Am Sonntag, den 17. Juli 2021 fand in der Friedberg Stadtkirche die Überreichung der Urkunden und Preise der 10 bestprämierten Videos zum Wettbewerb „100 Ideen für unsere Zentren in der Region statt“. Rund 50 Gäste waren der Einladung zur öffentlichen Preisverleihung gefolgt und nutzten die Möglichkeit, den Videos und Platzierungen 10 bis 1 zu folgen.

Regionale Handelsplattformen, Minikulturformate im städtischen Einzelhandel, regionale Küche, Vernetzung, Aktionen der Städte und Zusammenhalt waren als Schwerpunkte bei den Einreichungen festzustellen. Für den Verein war es besonders spannend, Ideen kennenzulernen, die man gemeinsam in den Zentren unserer kleinen Städte und Dörfer nutzen kann.

Das Kulturamt der Stadt Nidda hatte einen Video-Beitrag eingereicht, der es bis auf den vierten Platz geschafft hat und durchaus in der Region Schule machen kann: Kleine Kulturangebote finden Raum im Einzelhandel, in Cafés, Museen und auf Plätzen in der Innenstadt. Erfreuen die Kunden und schaffen Atmosphäre im Zentrum. Das können Lesungen, musikalische Darbietungen, Verkostungen, Satire, Komik und Akrobatik sein. Kultur und shoppen - die Region ist nicht zu stoppen …. oder so ähnlich könnte sich der Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung Wetterau e.V. ein verbindenes Format für Handel, Kultur und Gastronomie im Wetteraukreis als Langfristprojekt vorstellen.

Den dritten Platz belegte Bernd Kaffenberger, der mit einigen REWE-Filialen bereits nahezu 200 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Die Märkte bieten ein überdurchschnittlich hohes Angebot lokaler und regionaler Produkte. Während der schwierigen Phase der Pandemie haben die Kaffeberger-Filialen z.B. geschlossene Gastrobetriebe, Kneipen und Eisdielen unterstützt, indem sie ihre Produkte bevorzugt angeboten hatten. Darüber hinaus engagiert sich Kaffenberger im Gewerbeverein der Stadt Bad Vilbel.

Den zweiten Platz belegte der im Münzenberger Stadtteil Trais von Familie Bender in 2021 ins Leben gerufene und mit viel Liebe zum Detail und regionalen Produkte betriebenen Biergarten „Mellerhannesse Schoppekaffee“. Von der Familie als nächstes Projekt geplant ist ein Heuhotel, das realisiert wird, sobald alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

Mit Abstand den ersten Platz belegte ein nachhaltiges Projekt, bei dessen Realisierung Kinder und Jugendliche mitwirkten: Im Durchschnitt produziert eine Person jährlich 226,5 Kilogramm Verpackungsmüll. Der Verbrauch von Serviceverpackungen (Außer-Haus-Verbrauch) ist in der Gastronomie von 2000 bis 2020  um 325 Prozent gestiegen. Laut einer Prognose von Statista werden dieses Jahr in Deutschland 17,1 Millionen Menschen Online-Food-Delivery-Dienste nutzen. Bis 2023 soll die Zahl auf 21,6 Millionen ansteigen. Dem hat sich die gemeinnützige Bad Vilbeler gGmbH gokidogo gestellt und ein Mehrweg-Pfandgeschirrsystem gestartet, das hoffentlich künftig in der Region bei To-Go-Genuss eine immer größere Rolle spielen wird

Insgesamt wurden Geldprämien in Höhe von 1.700 Euro überreicht. Der erste Platz erhielt 500 Euro, überreicht von Lars Rasner, Vertriebsleitung der Sparkasse Oberhessen, Der zweite Platz wurde mit 250 Euro gesponsert von der SPAU GmbH Münzenberg. Die Prämie für den dritten Platz mit 250 Euro sowie der vierte bis zehnte Preis mit je 100 Euro Preisgeld kamen vom Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung.Wetterau e.V. Als besondere Anerkennung für den vernetzenden Wettbewerb des Vereins stellte die Sparkasse Oberhessen den drei erstprämierten Ideengebern neben der Prämie jeweils 250 Euro zur freien Weitergabe an eine gemeinnützige Einrichtung zur Verfügung. Die Wirtschaftsförderung Wetterau würdigte die 10 Bestprämierungen zusätzlich mit einem regionalen Einkaufsgutschein. Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger wohnten der Veranstaltung in der Friedberger Stadtkirche bei. Der Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak begrüßte Gäste und Ideengeber und würdigte den Wettbewerb als Beispiel für nachhaltiges regionales Denken und Handeln.

Der Verein „WRW“ ist einer der sechs Gesellschafter der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH. Das Thema der Ortszentren wird auch künftig ein wichtiges Anliegen des Vereins sein. Daher werden Anregungen für regionale Projekte fr die Zentren unserer Städte und Dörfer – vor allem auch interkommunale Ideen – gern entgegengenommen. 06031-77269-0 www.wrw-wetterau.de

Foto (von links): Lars Rasner, Sparkasse Oberhessen, Tanja Nazarenus, Rewe Kaffenberger, Kerstin Bender, Mellerhannesse Schoppekaffee, Cornelia Dörr und Oliver Schmidt, Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung.Wetterau e.V., Sitzend: Rinku Sharma mit Tochter Diya, Foto: Angie Nowak

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