Höhepunkte aus der Wetterau am Wölfersheimer See

Wölfersheim
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Das Beste aus der Wetterau sollte am Samstag in der Arena am Wölfersheimer See geboten werden und die Erwartungen der Besucher wurden mit Sicherheit übertroffen.

Eine abwechslungsreiche und hochwertige Mischung aus Musik, Comedy und Kabarett bot einen Einblick in die Vielfalt lokaler und regionaler Künstler. Nach der kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Eike See, in der er allen dankte, die zum Gelingen der Reihe beitragen, wurde der Abend durch Songwriter Yannik Di Mari musikalisch eröffnet. Zwischen den einzelnen Programmteilen lockerte er die Stimmung mit seinen eigenen Songs immer wieder auf. Nach dem musikalischen Einstig übernahm Jan Philipp Repp aus Nidda. Der FFH-Nachrichtensprecher stand bereits eine Woche zuvor mit Afterhour Eierbagge auf der Bühne und führe souverän durch das Programm. Als ersten Künstler konnte er den FFH-Dummfrager Boris Meinzer auf der Bühne begrüßen, der die Stimmung gleich an den Siedepunkt brachte. 90 Prozent aller Hessen kennen Boris Meinzer: Der FFH-Dummfrager ist die beliebteste und bekannteste Radio-Comedy im Land. Seit 2005 läuft er täglich zur Primetime in der Morning-Show von HIT RADIO FFH. Der Dummfrager ist aber nicht nur im Radio, sondern vor allem auch zur Fastnacht und über das gesamte Jahr hinweg mit einem eigenen Bühnenprogramm unterwegs.

Nach einem Song von Di Mari betrat Tim Frühling die Bühne. Seit mehreren Jahren hört man seine Stimme als Moderator beim Hessischen Rundfunk. Seit einiger Zeit ist er auch vor der Kamera als „Wetterfrosch" zu sehen. Zudem ist er erfolgreicher Buchautor. Die Anekodoten und Ausschnitte seiner Bücher heizten die Stimmung im Publikum noch mehr auf und sorgten für begeisterten Applaus. Mit zwei weiteren Songs von Di Mari wurden die Zuschauer in die Pause verabschiedet. Nach der Pause leitete Di Mari auch den zweiten Programmteil ein. Durch zahlreiche Fernsehaufzeichnungen ist auch Landfrau Ursula Kraft (Markus Karger) in ganz Hessen und darüber hinaus bekannt, der gemeinsam mit Musikerin Tine Lott zu Gast war. In Ihrem Programm durchleuchten Frau Kraft und ihre Freundin Frau Lott - wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - die täglichen Fallen und Zipperleins im Alltag einer Frau. Und von denen gibt es reichlich im Leben der patenten Landfrau Ursula aus Stockheim, denn nicht nur ihr Ehemann Ernst - der Ernst ihres Lebens - auch die Nachbarschaft und das Leben an sich stehen ihrem Projekt Selbstverwirklichung in Weg. Da ist Frau Tine Lott, das wilde Huhn -nicht aus Stockheim- schon wesentlich weiter. Hält sie sich doch nicht mit einem nervenden Gatten auf. Denn Frau Lott hat nur eins im Kopf: Rock 'n Roll und so gar nichts mit Haushalt am Hut. Kennt zwar keine Haushaltstricks dafür aber jede Menge Gitarrenriffs.Und beim gemeinsamen Austausch eröffnen sich nicht nur den beiden Damen, sondern auch dem geneigten Publikum jede Menge interessanter Möglichkeiten. Musikalisch hatte der Auftritt der beiden Damen einiges zu bieten. Vom umgedichteten Song „Moskau", in der Kraft ihre Heimat „Stockheim" besang bis hin zu Lotts gekonntem Umgang mit einer Loopstation wurde einiges geboten.

Niveauvoll und dennoch herrlich witzig? Gesellschaftskritisch, ohne auf „die da oben" einzudreschen? „Geht nicht", sagen viele und bekommen es in Funk und Fernsehen regelmäßig bewiesen. „Geht schon" sagen die, die den Wetterauer Kabarettisten Martin Guth schon einmal live erlebt haben - entweder bis 2013 im preisgekrönten Kabarettduo „FaberhaftGuth" oder danach mit einem seiner Soloprogramme. Aus dem satirischen Fundus von 25 Jahren Kabarett-Bühnenjahren zimmert Handwerkslegastheniker Guth überraschend souverän ein stabiles und feingeschliffenes Best-of-Kabarett-Programm, aus dem er am See Höhepunkte präsentierte. Von unglücklichen und witzigen Formulierungen in Zeitungen bis hin zu einer Auswahl seiner Songs sorgte er für Begeisterung und erntete wie alle anderen Künstler des Abends nach seinem ungewöhnlichen Medley laute Zugaberufe. Nach einem letzten Song von Songwriter Di Mari verabschiedeten sich die Künstler unter Beifallsstürmen von den rund 300 Gästen. So endete ein Abend, der definitiv wiederholt werden sollte.



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