Kritische Worte bei Kreiskonferenz der Freien Wähler

Weckesheim
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Zur ersten gemeinsamen Kreiskonferenz trafen sich jetzt die Vorstands-Vertreter der Ortsverbände und der Kreistags-Fraktion der Freien Wähler im Bürgerhaus Reichelsheim-Weckesheim.

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Der Einladung des Fraktionsvorstandes waren zahlreiche Wetterauer Ortsverbände gefolgt. Ziel der zukünftig regelmäßigen Veranstaltungen soll ein besserer Austausch der örtlichen Wählergemeinschaften mit den Abgeordneten der Freien Wähler im Wetterauer Kreistag sein. Der Fraktionsvorsitzende und Büdinger Bürgermeister Erich Spamer begrüßte die Teilnehmer und gab einen intensiven und breitgefächerten Einblick in die aktuellen Themen des Kreistags. Er informierte über den aktuellen Stand der Kreispolitik zu den Themen Bildung, Mobilität und den Herausforderungen im ländlichen Raum. Deutlich wurde, dass die Aufgaben des Wetteraukreises nicht weniger werden und man sie nur gemeinsam mit den Kommunen erfolgreich gestalten könne. „Diese Überzeugung war auch der Grundgedanke zu unserem neuen Format der Kreiskonferenz. Wir wollen Ideen und Erfahrungen mit den Ortsverbänden auszutauschen und natürlich einen direkten Draht zu unseren Ortsverbänden herstellen. Wir haben in vielen Wetterauer Kommunen engagierte und sehr erfolgreiche Wählergemeinschaften. Diese Expertise möchten wir nutzen“, schildert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bundestags-Direktkandidat der Freien Wähler, Cenk Gönül die eigenen Absichten. Einig war man sich, dass die großen Projekte der Zukunft eine bessere ÖPNV-Verbindungen nach Frankfurt oder ins Rhein-Main Gebiet, die Sicherstellung der Wasserversorgung und die Umsetzung dringend notwendiger Schul-Neubauten im Kreisgebiet sind. Mit Blick auf die Corona-Situation nach dem Ende der Sommerferien wurde die Anschaffung von Lüftungsanlagen in den Wetterauer Schulen ausführlich thematisiert. Cenk Gönül sprach sich für eine schnellstmögliche Anschaffung der Geräte aus. Es müsse alles dafür getan werden, dass die Schulen auch im Herbst und Winter bei einer höheren Infektionslage offen bleiben.

Mit kritischen Worten äußert sich der der Büdinger Bürgermeister-Kandidat und Kreistagsabgeordnete Ulrich Majunke zum geplanten Verwaltungsneubau in Friedberg. Die CDU geführte Kreisregierung plant die Zusammenlegung verschiedener Friedberger Außenstellen. „Bei allem Verständnis für die moderne Verwaltungsarbeitsplätze, Politik muss in meinen Augen - gerade bei knappen Kassen - Schwerpunkte setzen. Es ist für mich deshalb nicht nachvollziehbar, dass wir in vielen Wetterauer Grundschulen dauerhaft Container für fehlende Schulräume errichten müssen und gleichzeitig ein neues Verwaltungsgebäude für 450 Mitarbeiter in der Kreisstadt Friedberg planen“, betont Ulrich Majunke. „Der Wetteraukreis fördert damit die weitere Zentralisierung anstelle einer notwendigen Dezentralisierung mit im Kreisgebiet verteilten Verwaltungseinheiten, wie es beispielhaft das Land Hessen begonnen hat. Der Hinweis auf eine Sanierung der Außenstelle Büdingen ist dafür deutlich zu wenig, um gleiche Bedingungen im gesamten Kreisgebiet zu schaffen. Insbesondere dem strukturschwachen Bereich Oberhessen würden zusätzliche Verwaltungsarbeitsplätze sehr gut tun, diese werden wir auch einfordern“, so der stellv. FW-Kreisvorsitzende und Vorstandsmitglied des Verein Oberhessen, Herbert Weber.

Auch in Büdingen brauche die Grundschule neue Räume. „Es geht längst nicht mehr ohne Container. Die Schul-Mensa wurde ohne Erweiterungsmöglichkeiten errichtet, weitere Container sollen im Herbst hinzukommen. Sie werden die Spielfläche auf dem Schulhof der Stadtschule weiter verkleinern. Das sind alles keine guten Lösungen für unseren Bildungsstandort Wetterau.

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