Standort südlich von Beienheim für Tennet-Umspannwerk favorisiert

Beienheim
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Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet will in der Wetterau nordöstlich von Friedberg ein neues 30 ha großes Umspannwerk bauen. Das erfuhr die Öffentlichkeit vor einigen Wochen. Ansonsten war die Informationslage eher dünn. Grund genug für die GRÜNEN in den potenziell betroffenen Kommunen, den Austausch mit dem Unternehmen zu suchen. Mit dabei waren die Abgeordneten der Wetterauer Grünen in Regionalverband und Regionalversammlung.

Bislang war die Rede von zwei Suchräumen, einer zwischen Wölfersheim und Bad Nauheim, der andere zwischen Friedberg und Reichelsheim. Im Gespräch wurde Tennet nun konkreter. Favorisiert wird ein Raum, der im Viereck zwischen den Dörfern Bauernheim, Beienheim, Weckesheim und Dorn-Assenheim liegt. Demnach würde das Umspannwerk zum größten Teil im Gemeindegebiet von Reichelsheim entstehen.

Der Netzausbau mit den dazu nötigen Anlagen geht auf den steigenden Strombedarf zurück. Bis 2045 wird nahezu eine Verdreifachung prognostiziert. Festgehalten sind die Planungen im bundesweiten Netzentwicklungsplan. Die konkreten Maßnahmen wie z.B. die hier geplante Anlage sind mit der Bundesnetzagentur abgestimmt. Der Neubau würde das vom Energieversorger Avacon betriebene bestehende Umspannwerk zwischen Dorheim und Beienheim ersetzen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der GRÜNEN, wollten wissen, wie der Planungsprozess aussieht, wie die Öffentlichkeit eingebunden wird, wie das Unternehmen an die notwendigen Grundstücke kommen will. Tennet favorisiert eine Planung und Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Das sei das übliche Vorgehen. Zuständige Behörde sei in diesem Fall der Wetteraukreis. Ein Planfeststellungsverfahren sei für die Leitungsanbindung vorgesehen. Die notwendigen Flächen sollen unter Beteiligung der Hessischen Landgesellschaft erworben werden. Die Gespräche zum Flächenerwerb seien bereits gestartet, hierbei sollen auch Tauschflächen angeboten werden. Man sei im Gespräch mit Kommunen, Kreis und den Organisationen der Landwirtschaft. Ein Konsens werde angestrebt, Informationsveranstaltungen seien geplant. In Wölfersheim und in Reichelsheim seien Termine in den örtlichen politischen Gremien vereinbart.

Mit den Informationen aus dem Gespräch mit Tennet werden die beteiligten GRÜNEN in ihre Fraktionen und Ortsverbände gehen. Das Vorhaben kann nun wesentlich besser eingeschätzt werden. Unterm Strich macht auch diese Planung deutlich, wie sehr der Druck auf die landwirtschaftlich wertvollen Flächen der Wetterau weiter zunimmt.

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