„Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!“, sagt ein Sprichwort von Friedrich von Bodenstedt. Wörtlich heißt es exakt: „Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, in Gesundheit des Leibes und am Herzen des Weibes.“ Leben und Schaffen des 1819 in Peine geborenen und 1892 in Wiesbaden verstorbenen Schriftstellers sind heutzutage eher wenigen Menschen ein Begriff. Zu Lebzeiten war Bodenstedt wesentlich populärer als heute.
Was ist Glück, Glücksempfinden? Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollem bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann. Zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis. Glück darf nicht mit Glückseligkeit verwechselt werden, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung erklärt und verstanden wird. Wir wollen alle glücklich sein.
Mancher Zeitgenosse steht sich dabei oft selbst im Weg, und wenn es nur dadurch ist, dass er immer nach mehr verlangt und dadurch unersättlich und somit im Gegensatz landet und unglücklich wird. Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften haben wichtige Einsichten in die biologischen Grundlagen von Glücksgefühlen erbracht. Im Zuge der anhaltend intensiv betriebenen Hirnforschung dürfte der diesbezügliche Kenntnisstand noch erweitert werden. Bedeutenden Einfluss auf Glücksempfindungen haben nachweislich Endorphine, Oxytocin sowie die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Das Gehirn setzt diese Botenstoffe bei unterschiedlichen Aktivitäten frei, zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, beim Geschlechtsverkehr oder beim Sport, aber auch im Zustand zufriedener Entspannung, an dem Serotonin und Endorphine beteiligt sind. Dabei spielt aber auch die Zufriedenheit eine große Rolle. Wer unzufrieden ist, kann nicht glücklich sein.
Es sind nicht die materiellen Reichtümer, die glücklich machen. Allerdings, wer Hunger leidet, hat auch ein Problem. Erst wenn er satt und sitt ist, sozusagen die menschlichen Grundbedürfnisse befriedigt sind, können wir uns mit glücklich sein beschäftigen. Dabei spielt auch Genügsamkeit eine gewichtige Rolle. Ich habe oft erlebt, dass Menschen, die wenig haben, mehr geben, als Menschen die viel haben. So erklärt sich auch oft der materielle Reichtum derer die nichts geben. Wir müssen also in unseren Körper hineinhören und die entsprechenden „Hebel“ im Gehirn bewegen, dann werden besagte Stoffe freigesetzt und wir beginnen glücklich zu sein. Ich glaube, dass darin im Wesentlichen unser Dilemma steckt. Man kann auch verkürzt sagen, nur wer sich kennt und mag hat den Schlüssel zum Glück. Ich wünsche ihnen ein glückliches Wochenende! Ei Gude, wie!
Zum Autor
Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (72) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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