Kirchentag oder Polit-Happening?

Vogler
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In Hannover geben sich die verbliebenen Mitglieder der evangelischen Kirche in Deutschland ein Stell-Dich-Ein. Für den aufmerksamen Beobachter präsentiert sich diese Veranstaltung als eine Gemengelage von links-grünen Themen, gendergerechter Sprache und fast könnte man sagen „rassistischen Programmpunkten“: Wie anders kann man es bezeichnen, wenn laut Programm an bestimmten Veranstaltungen weiße Menschen zumindest nicht erwünscht sind?

Der ehemalige Vorsitzende der Linkspartei, Gregor Gysi hat im Zusammenhang mit „Kirche“ einmal sinngemäß ausgeführt, dass für ihn der Besuch eines Gottesdienstes eine Form sei, Geist und Seele aufzurütteln. Gleichzeitig gehe es darum, das Spirituelle zu erkunden und sich im Glauben die Psyche mit Esprit zu erfrischen und damit für den Alltag zu kräftigen. Gysi führte weiter aus, dass weltliche Themen natürlich auch in Religionsgemeinschaften Eingang finden sollten, allerdings als „Beiwerk“. Wenn sie jedoch in den Mittelpunkt rücken, wird der Sinn des Glaubens mindestens überlagert, wenn nicht gar verwässert oder ad absurdum geführt.

Wenn sich ein prominenter Repräsentant der politischen Linken derart zu dem Tun der Kirche dem Sinne nach äußert, sollten bei Pfarrern, Bischöfen und Laien die Alarmglocken klingeln. Wenn auf dem evangelischen Kirchentag der Ex-Kanzlerin („Wir schaffen das“) und der wohlhabenden Louisa Neubauer aus der Reemtsma-Dynastie die große Bühne bereitet wird, drängt sich der Verdacht auf, dass der Kirchentag sich als „Fünfte-Kolonne“ einer politisch-ideologischen Richtung präsentiert.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland seit Jahren immer mehr Menschen den beiden großen Konfessionen den Rücken kehren und ihre angestammte Glaubensgemeinschaft verlassen, wäre die Rückbesinnung auf Spiritualität, auf Glaubensfragen, Trost und die Verkündung froher Botschaften möglicherweise ein Weg, Menschen im Glauben zu halten und vielleicht sogar wieder zurück zu gewinnen. Referate zu Klimakrise, Umweltsünden etc. – so bedeutsam diese Fragen auch sein mögen - sind wirklich nicht geeignet, den Menschen frohe Botschaften zu präsentieren.

Da hilft wirklich nur noch beten, um den lieben Herrgott in Anbetracht dieser Irrungen und Wirrungen gnädig zu stimmen.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (74) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur bis heute als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.



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