FDP Kreistagsfraktion zu Besuch bei Kreislandwirt Schneller

v.l.n.r. Jochen Ruths, Sabine Fuchs, Jörg-Uwe Hahn, MichaelSchneller und Peter Heidt. Foto: FDP Wetterau

Assenheim
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Die drei Mitglieder der FDP Kreistagsfraktion Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, MdB Peter Heidt und Jochen Ruths haben sich gemeinsam mit der Vorsitzenden der FDP Fraktion im Stadtparlament Friedberg Sabine Fuchs mit dem Wetterauer Kreislandwirt Michael Schneller in Niddatal-Assenheim auf seinem Hof getroffen, um sich über die Fragen der heimischen Landwirtschaft auszutauschen und insbesondere den Zuckerrübenanbau zu erörtern.

Schneller machte klar, dass der heutige Landwirt im Spannungsfeld zwischen moderner Technik und Tradition lebe und arbeite. „Unsere vornehmste Aufgabe ist es, Lebensmittel in herausragender Qualität zuverlässig zu produzieren. Wir wollen, dass auch nachfolgende Generationen die ‚Kornkammer‘ Hessens nachhaltig bewirtschaften und das bekannte Bild der jahrhundertealten Kulturlandschaft erhalten können,“ so die wichtigste Zusammenfassung des gesamten Berufsstandes.

Ein wesentlicher Teil der Fruchtfolge auf Schnellers Feldern ist nach wie vor die Zuckerrübe. Sie mache ca 20 Prozent der Ernte aus, so der Landwirt. Insbesondere südlich des Mains leidet der Zuckerrübenanbau an einer durch die Schilf-Glasflügelzikade ausgelösten bakteriellen Erkrankung SBR. Diese Krankheit befällt aber nicht nur Zuckerrüben, sondern auch Kartoffel, Zwiebel, Möhren und weitere Gemüsekulturen.  „Die Bekämpfung dieser neuen Krankheit stellt uns Landwirte vor große Herausforderungen.“ so Scheller gegenüber den Liberalen.

Gerade weil sich der Fraktionschef Hahn noch an seine Schulzeit erinnerte, in welcher er in der Kampagne jeden Morgen am Bahnhof Friedberg von dem unangenehm empfundenen süßlichen Geruch aus der Zuckerfabrik begrüßt wurde, machte Schneller klar, dass derzeit alle Wetterauer Rüben in das 120 km entfernte Offstein hinter Worms gebracht würden. Dafür unterhielten mehrere Rübenabfuhr-Gemeinschaften in der Wetterau einen umfassenden LKW-Fuhrpark. Vor dreißig Jahren brachte jeder Bauer mit dem eigenen Traktor seine Rüben nach Friedberg mit den negativen Folgen für den Verkehr. Dafür ist der Zuckerrübenanbau in der Wetterau jetzt aber mit hohen Transportkosten belastet..

Eindringlich diskutierten die Liberalen mit Schneller die Belastung durch die sog. ‚roten Gebiete‘. Hierbei handelt es sich um nitratsensible Gebiete, in denen es einschneidende Auflagen für die Düngung gebe. Die Freien Demokraten forderten auch die hessische Landesregierung auf, eine umfassende Überprüfung dieser Gebiete vorzunehmen. Die Kontrollpunkte seien zu grob gerastert und zudem häufig völlig ungeeignet, um über die Nitratbelastung des gesamten Gebietes eine richtige Aussage zu machen.



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben