Zeit ist ein kostbares Gut

Ei Gude wie
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Haste mal einen Augenblick Zeit! Es dauert auch nicht lange. Diese Frage wurde uns schon allen gestellt. Und je nach Lust und Laune haben wir uns breitschlagen lassen, zu helfen oder auch nicht. Dabei ist Zeit ein kostbares Gut.

Sie ist klar definiert. Ihre Maßeinheit sind Sekunden, Gefolgt von Minuten, Stunden, Tag, Woche, Monat und Jahr. Eine Minute hat 60 Sekunden, eine Stunde 60 Minuten, ein Tag 24 Stunden, eine Woche 7 Tage, ein Monat zwischen 28 und 31Tage und ein Jahr 12 Monate. Die Zeit ist eine physikalische Größe. Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. Aus einer philosophischen Perspektive beschreibt die Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend und zur Zukunft hinführend.

Ein Augenblick aber ist nicht so exakt zu messen. Gemeint ist ein Moment, ein kurzer Zeitintervall. Da hat aber jeder so seine eigene Sichtweise. Manch einer oder eine wartet heute noch einen Augenblick auf den vermeintlich Liebsten, der sich schon längst aus dem Staub gemacht hat und nimmermehr erscheinen wird. So wird aus einem Augenblick eine Ewigkeit. Es kommt natürlich auch darauf an wer und wie fragt und um was es geht. Der Gegenstand der Inanspruchnahme unserer Zeit sollte schon erklärt werden. Jemandem beim Umzug zu helfen, geht nicht in einem Augenblick, dazu braucht es sehr viele Augenblicke. Zeit und Freizeit-Räuber können überall lauern. Das Geschäft mit einen „Gefallen“ tun sollte aber auf Gegenseitigkeit beruhen unter dem Motto: „Eine Hand wäscht die andere.“ Das ist ein guter Grundsatz. So macht man das in der Regel auch Spaß und wir helfen gerne.

Die Frage wird oft in verniedlichender Form gestellt, so unter dem Motto: Ganz leicht, ganz schnell, wirst auch nicht schmutzig. Der Clevere verhält sich dabei außergewöhnlich freundlich und charmant. Na ja, schließlich will er ja was von mir. Und gerade das könnte eine Falle sein. Missbrauch liegt in der Luft. Missbrauch meiner Gutmüdigkeit und Ausnutzung meines Sprachfehlers, nicht NEIN sagen zu können. Dieser Sprachfehler verfolgt so manchen von uns bis ins Grab. Wenn wir es mögen, sollten wir es dabei belassen und unseren Spaß dabei genießen. Wenn es uns lästig wird, müssen wir an uns arbeiten, heißt wir müssen NEIN sagen lernen. Am besten vor dem Spiegel im Selbstgespräch.

Die leichteste Form beginnt mit einer Lüge: „Tut mir leid, ich habe da selbst schon mehrere Termine!“ Die schwierigste Form beinhaltet die Wahrheit: „Nein, ich habe keine Lust dir zu helfen!“ Kurz und geradeheraus. Da weiß der Zeiträuber, wo er dran ist. Punkt. Wenn wir uns nur selbst nicht im Wege stehen würden. Angst haben vor der eigenen Courage, das ist es, was wir uns Erarbeiten müssen. Genießen wir die Tage. die wir auf unserem Planeten verbringen dürfen und lassen uns den Tag von niemanden verdrießen. Ich bin schon über 26.859 Tagen da, bin älter wie eine Kuh und lerne jeden Tag noch dazu. Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben