Der Wetterauer FDP-Bundestagsabgeordnete Peter Heidt hat gemeinsam mit seinem Kreistagskollegen Jochen Ruths die Grundschule Fauerbach besucht und dabei die Schulleiterin Lisa Weidner getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das Startchancen-Programm der Bundesregierung, das gezielt Schulen mit hohem Förderbedarf unterstützt.
Die Grundschule Fauerbach ist Teil des Startchancen-Programms, das von der Bundesregierung unter der Leitung von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger initiiert wurde. Obwohl Bildung in erster Linie eine Ländersache und kommunale Aufgabe ist, wird immer wieder festgestellt, dass der Bildungserfolg vieler Kinder zu stark vom Elternhaus abhängt. Genau hier setzt das Startchancen-Programm an, indem es Schulen wie der Grundschule Fauerbach gezielt Mittel und Unterstützung bietet, um den spezifischen Herausforderungen besser begegnen zu können.
„Es ist bedauerlich, dass viele Kinder, die kognitiv die Voraussetzungen für eine gute Schulbildung haben, dennoch nicht ausreichend gefördert werden, weil sie im Elternhaus nicht die nötige Unterstützung bekommen", betont Peter Heidt. „Das Startchancen-Programm soll hier gezielt Abhilfe schaffen und den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft entkoppeln."
Die Grundschule Fauerbach hat einen Migrationsanteil von etwa 60 Prozent, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Schulleiterin Lisa Weidner begrüßt das Programm und ist mit den bisherigen Informationen und der Organisation zufrieden. „Der Informationsfluss war bisher gut, jetzt bin ich gespannt, wie das Programm anläuft und hoffe, dass es nur wenige bürokratische Hürden gibt", so Weidner. Sie hofft, dass das Programm schnell und effektiv umgesetzt wird, um den dringend benötigten Förderbedarf abzudecken.
Die Grundschule ist derzeit erstmalig dreizügig, obwohl sie bisher nur zweizügig arbeitete, was zu einem akuten Platzmangel führen wird, für den Fall dass die nächsten Jahrgänge ebenfalls dreizügig werden. Zudem steht das alte Schulgebäude unter Denkmalschutz und muss dringend saniert werden, was durch geänderte Brandschutzauflagen einen erheblichen organisatorischen Aufwand bedeutet. Ein weiteres Problem, das Schulleiterin Weidner anspricht, ist der akute Fachkräftemangel, insbesondere in der Schulsozialarbeit. Obwohl die Schule durch das Startchancen-Programm zusätzliche Mittel erhält, bleibt es schwierig, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden, um die freien Stellen zu besetzen.
Peter Heidt und Jochen Ruths sicherten der Schulleitung ihre Unterstützung zu und betonten die Wichtigkeit des Programms für Schulen wie die Grundschule Fauerbach, die besondere Herausforderungen bewältigen müssen. „Wir müssen sicherstellen, dass die Mittel effektiv eingesetzt werden und dass bürokratische Hürden so gering wie möglich bleiben", erklärte Peter Heidt. „Es darf nicht sein, dass der Fachkräftemangel die positiven Effekte des Programms abschwächt.", so Jochen Ruths. Das Startchancen-Programm soll bundesweit für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem sorgen und vor allem Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler gezielt unterstützen.
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