Die Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik (SPD), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, hat das Gymnasium Nidda besucht und dort das Engagement von Schülerinnen und Schülern im bundesweiten Redewettbewerb „Mehr Sprachen – mehr WIR" gewürdigt. Neun Jugendliche der Deutsch als Zweitsprache (DaZ) - und Fremdsprachenklasse der Schule hatten daran mit selbst verfassten zweisprachigen Redebeiträgen teilgenommen. Staatsministerin Pawlik ist Schirmherrin des bundesweiten Formats.
Im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften Isobel Patryn und Ursula Onasch-Zwingmann sowie Schulleiterin Alexa Heinze informierte sich Natalie Pawlik über die Integrationsarbeit am Gymnasium und über die Erfahrungen der Jugendlichen mit dem Wettbewerb. Dafür hatten die Teilnehmenden Reden auf Deutsch und in einer weiteren Sprache vorbereitet und als Video eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler wählten das Thema „Mut und Zuversicht", da dieses Thema eng an den pädagogischen Ansatz der Schule im Bereich Integration und Sprachförderung ansetzt.
Schulleiterin Alexa Heinze betonte, dass gerade neu zugewanderte Kinder und Jugendliche beim Ankommen in Deutschland oftmals verunsichert seien. Um sie zu stärken, arbeite die Schule unter anderem mit einer sogenannten „Mut-Rakete", mit der persönliche Stärken sichtbar gemacht würden. Das solle helfen, auch in schwierigen Situationen Zuversicht zu behalten.
Natalie Pawlik hob die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für Identität, Teilhabe und gegenseitiges Verständnis hervor. Ziel des Wettbewerbs sei es, junge Menschen darin zu bestärken, ihre sprachlichen Fähigkeiten selbstbewusst einzubringen und ihre Perspektiven hörbar zu machen. Mehrsprachigkeit sei kein Hindernis, sondern eine Stärke.
Auch aus Sicht der Schule fiel die Bilanz positiv aus. Lehrerin Ursula Onasch-Zwingmann erklärte, die Teilnahme habe der Klasse die Möglichkeit gegeben, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und die erlernte deutsche Sprache praktisch anzuwenden und weiter zu festigen.
Zum Abschluss berichtete Pawlik den Jugendlichen von ihrer eigenen Biografie. Sie kam im Alter von sieben Jahren als Spätaussiedlerin mit ihrer Familie nach Deutschland und sprach den Schülerinnen und Schülern Mut zu, auch bei Rückschlägen an sich zu glauben und ihren Weg weiterzugehen.

Natalie Pawlik (SPD) würdigt das Engagement von Schülerinnen und Schülern im bundesweiten Redewettbewerb „Mehr Sprachen – mehr WIR"
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