Stadtbibliothek Nidda stellt Buchfindomat vor

Unser Bild zeigt Bürgermeister Thorsten Eberhard und Bibliotheks-Mitarbeiterin Rafaela Bender mit Lothar Schelenz und Susanne Hofmeister im Rahmend er offiziellen Übergabe des Buchfindomats. Foto: Stadt Nidda

Nidda
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Die Stadtbibliothek Nidda hat einen neuen Blickfang. Der rote Automat mit seinen vier Auswahlknöpfen und der knuffigen Figur hinter der Glasscheibe macht auch Erwachsene neugierig. Aber die Zielgruppe sind Kinder vom 1. bis 6. Schuljahr. Für sie ist das Gerät gedacht und der Name erklärt auch gleich die Funktion: Der Buchfindomat macht die Kinder mit Lesestoff für ihre Altersstufe vertrauter, hilft ihnen bei der Auswahl, lockt zu guter Kinderliteratur auch außerhalb der mit großem Werbeaufwand auf den Markt geworfenen Mainstream-Serien.

Mit gutem Grund hat der Buchfindomat den Deutschen Lesepreis der Stiftung Lesen gewonnen. Die Experten der Jury sehen im roten Gerät eine Chance, auch „lesescheuen“ Kindern die spannende, lustige, informative Welt der Bücher und Geschichten zugänglicher zu machen.

Gebaut hat den Buchfindomat der Erfinder Matthias Hanf, für die Literaturauswahl ist die Kinderbuchexpertin Tina Kemnitz zuständig. Hanf steckt voller faszinierender Ideen und bringt ihre technische Umsetzung auf den Weg. Seine Geräte für den Klang von Native Instruments sind eine neue Facette in der Musikproduktion. Er ist der Ideengeber und Entwickler für die einzigartigen Lichtinstallationen bei Liquid Sky (Berlin) oder bei der Abba Voyage Show (London). Beim Buchfindomaten hat er auf die Lust der Kinder am Entdecken, am Abrufen menschlicher Stimmen, am Auswählen gesetzt.

Denn Tina Kemnitzer hat für 150 Kinderbücher knappe Inhaltschilderungen und je eine Schlüsselszene als Zwei-Minuten-Trailer gesprochen, gestaffelt nach den Altersgruppen der Kinder und durch Knopfdruck abrufbar. Dann kommt die Qual der Wahl. Je Abruf und Altersgruppe können die Kinder zwischen drei Möglichkeiten wählen. Spannend: Tina Kemnitzers Stimme ist zu hören, aber die verspielte kleine Figur hinter der Scheibe bewegt synchron die Lippen – sie scheint es zu sein, die die Kinder anspricht. Auf die Buchauswahl Kemnitzers kann man absolut vertrauen. Seit mehr als 20 Jahren ist sie mi ihrer Show „Tolles Buch!“ in ganz Deutschland unterwegs. Vom USB-Stick kann Niddas Bibliotheksleiterin Kathleen Kmetsch immer neue Inhaltsbeschreibungen eingeben.

Sie meint: „Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Anliegen unseres Bibliotheksteams, der Buchfindomat ist dabei ein neues Element. Je sinnlicher junge Kinder gedruckte Texte erleben, laut lesen, blättern, emotional einbezogen sind, auch mit Eltern oder Freunden darüber sprechen können, desto mehr werden Leseverständnis und sprachliche Ausdrucksfähigkeit gefördert“. Der Förderverein Stadtbibliothek hat die Mittel für sechs Monate Leasing-Zeit zur Verfügung gestellt. Dafür bedankte sich nun Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard sehr herzlich bei Lothar Schelenz und Susanne Hofmeister vom Vorstand des Fördervereins.

Die Mitarbeitenden der Stadtbibliothek weisen auf eine weitere benutzerfreundliche Änderung hin: die Ausleihe über Smartphone für Eilige. Die Stadtbibliothek Nidda ist bundesweit die zweite Einrichtung, die diesen Service anbietet. Der Nutzer lädt die App B24 runter. Dann meldet man sich mit der Benutzernummer der Stadtbibliothek Nidda und dem Passwort an. Damit erhält er Zugriff auf sein persönliches Bibliothekskonto. Für die Ausleihe wählt man den Button „Selbstausleihe“ und hält sein Smartphone über das gewünschte Medium, in der App prüfen und bestätigen. Abschließend das Smartphone ein zweites Mal zum Entsichern scannen und schon ist das Medium ausgeliehen.



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