In Karben gibt es – wie im gesamten Wetteraukreis – zahlreiche Streuobstwiesen. Doch viele dieser Obstbäume befinden sich auf kommunalen Flächen und bleiben leider oft ungenutzt.
Die Früchte fallen herunter und verrotten. Daran möchte das Projekt „Wetterauer Ernte(n)“ etwas ändern und gibt zahlreiche Bäume in der Stadt für alle Menschen in Karben zum Pflücken frei. Zudem können noch viele weitere Bäume in der Stadt für nur 1 Euro pro Baum gepachtet werden. Ziel des Projekts „Wetterauer Ernte(n)“ ist es, die Bürgerinnen und Bürger stärker für die Bedeutung der Streuobstwiesen und ihrer Früchte zu sensibilisieren. In den beteiligten Städten, darunter Karben, wurden Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen-, Mirabellen- und Walnussbäume mit einem gelben Punkt markiert, um zu signalisieren: Hier darf geerntet werden. Diese Früchte können direkt vom Baum genascht oder zu Hause weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu Marmelade oder Saft. Es lohnt sich also, einen regelmäßigen Blick auf die verschiedenen Bäume zu werfen, um rechtzeitig pflücken zu können, wenn die gewünschten Früchte reif sind. Das Betreten und Abernten erfolgt auf eigene Gefahr. Es darf nur von markierten Bäumen geerntet werden und auch nur in haushaltsüblicher Menge.
In Karben gibt es vier Flächen, die zum Selbsternten freigegeben sind: Am Weg zwischen dem Waldfriedhof Klein-Karben und dem Karbener Wald, in Okarben am P+R-Parkplatz, an der Brunnenstraße von Okarben kommend kurz vor dem Jukuz-Wäldchen sowie in Petterweil entlang des sogenannten Eselsweges kurz vor dem westlichen Ortseingang. Einen genauen Lageplan der Flächen gibt es unter www.karben.de/ernten zu sehen. Vor Ort sind nicht nur die Bäume mit den gelben Punkten markiert, es weisen zudem kleine Schilder auf die „Wetterauer Ernte(n)“ hin. Seit diesem Jahr gibt es an den Standorten in Klein-Karben und Okarben zudem je ein weiteres großes Info-Schild, das spannende Hintergründe über das Projekt und die Natur in den Streuobstwiesen vermittelt.
Weitere Pächter gesucht: Damit die Obstbäume auf den Streuobstwiesen Jahr für Jahr ihre schmackhaften Früchte präsentieren können, müssen die Bäume und die Wiesen natürlich gehegt und gepflegt werden. Auch an anderen Stellen in der Stadt gibt es noch freie Streuobstflächen, die für 1 Euro pro Baum bei der Stadt gepachtet werden können. Einen Baum auf einer Streuobstwiese zu pachten, lohnt sich aus verschiedenen Gründen. Die Pächter erhalten nicht nur eine große Menge Obst für den eigenen Bedarf, sondern engagieren sich automatisch durch ihre Pflege für den Naturschutz und den Erhalt alter Obstsorten. Zudem sorgt das Hegen von Obstbäumen für eine sinnvolle körperliche Betätigung in der Natur und für Verbindung mit anderen naturbegeisterten Menschen. Nicht nur für die Pflege der Bäume werden Pächter gesucht, auch für die Beweidung der Streuobstwiesen sucht die Stadt Karben noch Unterstützung. Menschen, die für ihre kleinen Weidetiere (Schafe und Ziegen) eine Fläche suchen, dürfen sich daher gerne bei der Stadt Karben melden.
Bei Fragen zum Thema Streuobstwiesen und deren Beweidung oder Interesse an einer Pacht steht Celina Parsons im Karbener Rathaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der (06039) 481-525. Bei Fragen zum Thema „Wetterauer Ernte(n) steht Sabine Kaltofen als Ansprechpartnerin zur Verfügung, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der (06039) 481-511.
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