Viele Karbenerinnen und Karbener, die gerne mit dem Rad Richtung Bad Homburg und dem Taunus unterwegs sind, habe lange drauf gewartet, nun wurde der neu asphaltierte Radweg zwischen Kloppenheim und Petterweil von Vertretern der Stadt Karben, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement sowie der Baufirma Schäfer und dem Planungsbüro IMB-Plan eröffnet. Auf 2,3 Kilometern zwischen der Baumschule an der B3 in Kloppenheim und der L3352 im Bereich der Aussiedlerhöfe „Eckhardsgraben“ wurde der bisherige Feldweg auf einer Breite von drei Metern asphaltiert und bietet nun den perfekten Untergrund für eine entspannte Radfahrt.
Durch die Breite von drei Metern kann der Weg auch weiterhin als landwirtschaftlicher Weg genutzt werden, ohne dass die landwirtschaftlichen Maschinen die Fahrbahnränder bei ihrer Arbeit beschädigen. Um sicher über die L3352 außerhalb Petterweils zu kommen, wurde dort eine Bedarfsampel errichtet. Auf der anderen Straßenseite schließt der neue Radweg an die bereits ausgebaute Verlängerung des Höfer Wegs an. Im Osten ist die Radwegeverbindung an die Fußgängerüberwege bei der Baumschule an der B3 sowie am BBW-Südhessen angebunden. Im Westen endet der asphaltierte Ausbau an der Bad Homburger Gemarkung.
Der Radwegausbau ist ein Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil und der Stadt Karben. Als sogenannter „Herstellungsradweg“ wurden dabei bestehende Wirtschaftswege für den Radverkehr attraktiv ausgebaut. Dadurch konnte auf den Bau eines straßenbegleitenden Radweges entlang der B3 und der Landesstraße L3205 verzichtet werden, was den Ankauf neuer Grundstücke und ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren erspart. Die Stadt Karben bleibt dabei Baulastträger des ausgebauten Radweges und Hessen Mobil trägt die Kosten für Ausbau, Grunderwerb und ökologischen Ausgleich. Die gesamten Projektkosten liegen bei rund 1,07 Mio. Euro, wovon Hessen Mobil 88,1 % der Kosten trägt. Der städtische Kostenanteil beträgt 11,9 Prozent und deckt die Kosten für Planung, Sondergutachten und für die naturschutzrechtliche Genehmigung ab.
Der Bau des Radweges verzögerte sich etwas, da zunächst für die besonders geschützten Rebhühner in diesem Bereich ein Futterhabitat als Ausgleich geschaffen werden musste. Im Juni 2024 konnte das Projekt schließlich ausgeschrieben werden und ist nun nach rund sechs Monaten Bauzeit abgeschlossen. Der Wetteraukreis wird in den kommenden Wochen noch die Radwegebeschilderung anpassen, sodass der Weg dann auch in das Wetterauer Radwegenetz eingebunden ist.
„Wir sind sehr froh, dass dieser wichtige Radweg nun vollendet ist“, freute sich auch Karbens Bürgermeister Guido Rahn bei der Einweihung des Weges am vergangenen Donnerstag, „nachdem wir bereits gut ausgebaute Radwege Richtung Rosbach, Burgholzhausen, Wöllstadt, Ilbenstadt, Nidderau, Dortelweil und entlang der Nidda haben, ist damit nun eine weitere Radwegelücke zu unseren Nachbarkommunen geschlossen.“
„Die Investition in den Ausbau von Radwegen ist eine Investition in die Zukunft unserer sich ändernden Mobilität“ ergänzt Helmut Klein der zuständige Dezernent für Planung und Bau bei Hessen Mobil – „die Kostenbeteiligung des Landes für den Lückenschluss dieses Radweges ist ein gutes Beispiel für ressourcenschonenden und sinnvollen Umgang von Steuergeldern in einem hochverdichteten Siedlungs-, Lebens- und Naturraum.“
Der Ausbauabschnitt zwischen Kloppenheim und Petterweil ist der zweite Bauabschnitt der Radwegverbindung Karben – Ober-Erlenbach. Der erste Abschnitt zwischen Petterweil und Ober-Erlenbach wurde bereits 2015 realisiert, allerdings aufgrund eines Beschlusses der Bad Homburger Stadtverordnetenversammlung nur mit einer wassergebundenen Decke.

Von links: Petterweils Ortsvorsteher Dennis Vesper, Karbens Erster Stadtrat Thomas Schrage, Helmut Klein Dezernent für Planung und Bau bei Hessen Mobil, Stadträtin Heike Liebel, Karbens Verkehrsplaner Ekkehart Böing, Dominic Schäfer (Baufirma Schäfer), Holger Ebert (IMB-Plan), Carsten Ruttert (Hessen Mobil), Christiane Junkermann (Hessen Mobil).
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