Die Stadt Friedberg wird das Projekt „Neubau Parkhaus“ zweigleisig weiterverfolgen. Die Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, sowohl die Variante mit Kino als auch die Variante ohne Kino planerisch vorzubereiten. Ziel ist es, eine zügige Umsetzung des dringend benötigten Parkhauses sicherzustellen und gleichzeitig die Option eines ergänzenden Kinogebäudes offen zu halten.
Grundlage der Entscheidung ist eine zuvor erstellte Machbarkeitsstudie. Diese hatte geprüft, ob ein Parkhaus mit integriertem Kino am vorgesehenen Standort baulich grundsätzlich realisierbar ist und welche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind. Beide Varianten sind technisch umsetzbar. Der Beschluss sieht vor, die Variante „Neubau Parkhaus mit Kino“ planerisch weiterzuverfolgen und als bevorzugte Entwicklungsoption zu betrachten. Ein Kino in unmittelbarer Innenstadtnähe würde zusätzliche Impulse für Handel, Gastronomie und Abendnutzung setzen und die Aufenthaltsqualität deutlich steigern. Durch die Kombination von Parken und Freizeitangebot entstehen Synergien, von denen sowohl Besucher als auch die umliegenden Betriebe profitieren können. Die abschließende Entscheidung erfolgt auf Grundlage der weiteren planerischen und wirtschaftlichen Prüfungen.
Um keine weitere Zeit zu verlieren, wurde gleichzeitig die Einleitung des Vergabeverfahrens für die Planungsleistungen für beide Varianten beschlossen. Durch dieses parallele Vorgehen soll verhindert werden, dass sich das Projekt verzögert, falls eine der Optionen entfällt. Bürgermeister Kjetil Dahlhaus betont: „Mit diesem Beschluss schaffen wir Klarheit im Verfahren und halten uns zugleich beide Optionen offen. Friedberg braucht moderne und leistungsfähige Parkmöglichkeiten. Gleichzeitig prüfen wir verantwortungsvoll, ob ein Kino als wichtiger Impuls für unsere Innenstadt tragfähig realisiert werden kann.“
Auch Volker Knuhr, Leiter der Stadtwerke Friedberg, unterstreicht die Bedeutung des gewählten Vorgehens: „Die Stadtwerke stehen für eine solide und wirtschaftlich verantwortungsbewusste Projektentwicklung. Die parallele Planung gibt uns Planungssicherheit und ermöglicht eine zügige Umsetzung, unabhängig davon, welche Variante am Ende realisiert wird.“ Bis zum Sommer 2026 sollen alle offenen Finanzierungsfragen geklärt sein. Erst auf dieser Grundlage wird eine abschließende Entscheidung über die Realisierung mit oder ohne Kino getroffen. Die Stadt Friedberg verfolgt mit dem Projekt das Ziel, die Innenstadt strukturell zu stärken, die Erreichbarkeit zu verbessern und, sofern wirtschaftlich darstellbar, zusätzliche Impulse für Handel, Gastronomie und kulturelles Leben zu setzen.

Bürgermeister Kjetil Dahlhaus und Markus Erdmann (Controlling und Regulierungsmanagement bei den Stadtwerken Friedberg) begutachten gemeinsam den Standort des Neubaus. Foto: Stadt Friedberg
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