Natalie Pawlik besucht Innovationsquartier Friedberg

Bildquelle: N. Pawlik

Friedberg
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Die Friedberger Kaiserstraße ist besser als ihr Ruf. Ein breites Angebot zahlreicher attraktiver Läden, darunter viele beliebte Traditionsunternehmen, säumt die 650 Meter lange Einkaufsstraße. Dennoch übt die Straße auf einige Menschen in der Stadt und der Region nicht die größte Anziehungskraft aus. Um das zu ändern und Herausforderungen wie unansehnlichem Leerstand zu begegnen, hat sich im vergangenen Jahr der Verein „Innovationsquartier Kaiserstraße" gegründet.

Die Wetterauer Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik (SPD) stattete dem Verein kürzlich einen Besuch ab und überzeugte sich von den vielversprechenden Ideen der engagierten Friedbergerinnen und Friedberger. Inga Wagner und Sue van Bömmel kennen die Kaiserstraße mit all ihren Facetten. Ein Ort der Begegnung, ein Ort voller Tradition, voller verpasster Chancen und spürbarem Aufbruchsgeist, ein Ort, an dem Menschen arbeiten, einkaufen, feiern und leben. Wenn es um das Lebensgefühl und die Stadtentwicklung in Friedberg geht, ist die Kaiserstraße das Kernstück. Umso mehr schmerzt es die Eigentümerin Wagner und die Geschäftsinhaberin van Bömmel, wenn sie sehen, dass wirtschaftliche Sorgen, mangelnde Innovationskraft und Leerstand der Straße immer wieder zu schaffen machen. Doch in jeder ungenutzten Fläche stecke immer auch ein Potenzial, schildern die beiden Vorsitzenden des „Innovationsquartier Kaiserstraße Friedberg e.V." im Gespräch mit Natalie Pawlik und erzählen von ihren Visionen und welchen Hindernissen sie gegenüberstehen. Ihr Ziel: Nicht weniger als die Kaiserstraße zum Magneten der Wetterau aufzubauen.

Natalie Pawlik lobt das Engagement der Beteiligten und verweist auf erfolgreiche Vorbilder: „Am Beispiel anderer Städte wie Hanau können wir sehen, was möglich ist, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger, eine tatkräftige Stadtverwaltung sowie unterstützende Programme von Bund und Land gemeinsam an einem Strang ziehen." Kreative Ideen entschlossen anzugehen zahle sich aus, davon ist die Bundestagsabgeordnete überzeugt. Damit rennt sie bei Wagner und van Bömmel offene Türen ein, denn der Verein will anpacken und nicht nörgeln: „Friedberg wird oft schlecht geredet, erstaunlicherweise sogar häufig von den Friedbergerinnen und Friedbergern selbst", moniert Sue van Bömmel. Und auch die Bundestagsabgeordnete beobachtet mit Bedauern diese Mentalität, doch hält sofort dagegen: „Friedberg hat sich in den vergangenen Jahren wirklich zum Positiven entwickelt!" Dabei verweist die Bad Nauheimerin sowohl auf optische Highlights, wie den Kreisel am Junity, und die zahlreichen attraktiven Feste, wie den Feierabendtreff oder die Reihe „Urlaub in Friedberg".

Kleinere und größere Feste, Kunstinstallationen, Pop-Up-Konzepte und die konstruktive Mitwirkung am städtischen Mobilitätskonzept – die Liste der Ideen und Vorhaben des Innovationsquartiers ist lang und durchdacht. Doch das Wichtigste ist: „Wir wollen alle Eigentümer und Unternehmer der Kaiserstraße mitnehmen", erklärt Inga Wagner. Dafür will der Verein eine große Umfrage starten und hofft auf Unterstützung aus dem Friedberger Rathaus. „Denn was wir brauchen, ist ein gemeinsames Bewusstsein für die Innenstadt", betont die Vereinsvorsitzende.

Bei Natalie Pawlik haben Inga Wagner und Sue van Bömmel dieses Bewusstsein längst geweckt: „Friedberg ist nicht nur als Arbeitsplatz und Knotenpunkt, sondern auch als Kultur- und Einkaufsort äußerst bedeutsam für den Kreis und die gesamte Region. Friedberg hat unglaublich viel zu bieten, aber es braucht noch mehr Engagement, damit die Potenziale der Kaiserstraße weiter geweckt werden und Friedberg ein noch größerer Anziehungspunkt wird. Das Engagement des Innovationsquartiers ist dabei äußerst vorbildlich." Der jungen Initiative mangelt es vor allem noch an einer Anschubfinanzierung, um die Strukturen des Vereins vollends aufzubauen. Die Bundestagsabgeordnete sagt in dem rund anderthalbstündigen Austausch zu, den Verein im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen, insbesondere in Hinblick auf die Förderprogramme von Bund und Land.

 

Bildquelle: N. Pawlik



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