Die Stadt Friedberg hat mit einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung in der Stadthalle den öffentlichen Beteiligungsprozess zur kommunalen Wärmeplanung gestartet. Rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über Ziele, Inhalte und den Zeitplan der gesetzlich vorgeschriebenen Wärmeplanung zu informieren.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument, um die Wärmeversorgung in Friedberg langfristig klimaneutral, sicher und bezahlbar zu gestalten. Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 konkrete Perspektiven für eine nachhaltige Wärmeversorgung in den einzelnen Stadtgebieten aufzuzeigen. Der fertige Wärmeplan soll Anfang 2027 vorliegen. Während der Erarbeitung werden Zwischenergebnisse regelmäßig veröffentlicht und erläutert. Die Stadt Friedberg lässt den Wärmeplan fachlich durch die OVAG als beauftragtes Unternehmen erarbeiten. Die Stadtwerke Friedberg sind dabei als lokaler Energieversorger eng in den Prozess eingebunden. Auf dem Podium informierten Bürgermeister Kjetil Dahlhaus, Vertreter der Stadtwerke Friedberg sowie Fachplaner der OVAG über den aktuellen Stand der Arbeiten. Vorgestellt wurden unter anderem der Ablauf der Wärmeplanung, der vorgesehene Zeitplan sowie erste Ergebnisse der Bestandsanalyse. Diese zeigen, dass ein Großteil der Haushalte in Friedberg derzeit mit Erdgas beheizt wird und viele Heizungsanlagen bereits ein hohes Alter aufweisen.
Grundlage der weiteren Planung sind neben der Siedlungsstruktur und den eingesetzten Energieträgern auch Daten zu aktuellen Wärmeverbräuchen. In den nächsten Arbeitsschritten werden Einsparpotenziale sowie Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien im Stadtgebiet untersucht. Darauf aufbauend wird ein Zielszenario entwickelt, das unterschiedliche technische Lösungen für die zukünftige Wärmeversorgung in den einzelnen Quartieren aufzeigt. In der anschließenden Diskussion beantworteten Vertreter der Stadt, der Stadtwerke Friedberg und der OVAG Fragen aus dem Publikum und erläuterten, wie Bürgerinnen und Bürger den Prozess in den kommenden Phasen begleiten können.
Bürgermeister Kjetil Dahlhaus betonte die Bedeutung der frühen Information und Beteiligung: „Wir stehen noch am Anfang der kommunalen Wärmeplanung, haben aber bereits wichtige Grundlagen erarbeitet. Entscheidend ist, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen und die Bevölkerung regelmäßig über den Stand informieren. Die Wärmeplanung betrifft ganz Friedberg und soll eine verlässliche Orientierung für die kommenden Jahre bieten.“ Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung, aktuelle Zwischenergebnisse sowie Hinweise zu kommenden Veranstaltungen werden fortlaufend auf der Website der Stadtwerke Friedberg veröffentlicht. Fragen zur kommunalen Wärmeplanung können zudem per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.
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