Friedberg: DB weitet ICE-Angebot in wieder aus

Friedberg
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Der unermüdliche Einsatz der Stadt Friedberg für den Erhalt der ICE-Halte am „Hauptbahnhof der Wetterau“ zeigt Wirkung: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, im laufenden Fahrplanjahr wieder zusätzliche ICE-Halte in der Kreisstadt zu ermöglichen.

Das sagt der neue Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Hessen der Stadtverwaltung in einem Schreiben vom 21. Januar 2026 zu. Demnach werden samstags und sonntags künftig wieder sämtliche Züge der ICE-Linie Bremen–Frankfurt–Karlsruhe in Friedberg halten. Darüber hinaus wird der abendliche ICE 1675 auf der Strecke Bremen–Kassel–Frankfurt künftig täglich einen Halt in Friedberg einlegen. Die Ankunftszeit wird derzeit noch konkretisiert und soll voraussichtlich gegen 21:10 Uhr liegen. Die zusätzlichen Halte sollen ab dem 1. Mai umgesetzt werden, sobald das reguläre Fahrplankonzept nach Abschluss mehrerer Baustellen wieder greift.

Möglich werden diese Verbesserungen, da in den betreffenden Zeitlagen die Zwischentakte der S-Bahn nicht vollständig angeboten werden und somit kein Trassenkonflikt mit dem Nahverkehr besteht. Gerade diese Konflikte hatten zuvor zu den angekündigten Haltausfällen in Friedberg geführt. Bürgermeister Kjetil Dahlhaus, der sich von Beginn an persönlich für den Erhalt der ICE-Halte eingesetzt hat und dabei breite Unterstützung aus der Stadtverordnetenversammlung, von den Bundestagsabgeordneten Frau Pawlik und Herrn Dr. Pauls sowie dem Wetteraukreis erhielt, erklärt: „Das ist ein wichtiges Signal für Friedberg und die gesamte Wetterau. Wir haben von Beginn an deutlich gemacht, dass der Wegfall der ICE-Halte für unsere Pendlerinnen und Pendler, für die Wirtschaft und für unsere Rolle als Verkehrsknotenpunkt nicht akzeptabel ist. Es freut mich sehr, dass sich der gemeinsame und beharrliche Einsatz von Verwaltung und Politik nun auszahlt.“

Die Stadt Friedberg hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerden der geplanten Einschränkungen öffentlich gegen den Wegfall der ICE-Halte positioniert und den Dialog mit der Deutschen Bahn gesucht. Neben Gesprächen mit Vertretern des Konzerns wurden auch politische Ebenen eingebunden, um die Bedeutung des Standorts Friedberg im Fernverkehr deutlich zu machen. Ein weiterer Ausblick gibt zusätzlichen Anlass zur Zuversicht: Nach Inbetriebnahme der neuen ICE-L-Züge auf der Route Frankfurt–Westerland ab dem 11. Juli 2026 sollen insgesamt wieder drei ICE-Züge an Werktagen sowie zehn ICE-Züge an den Wochenenden in der Wetterau halten. „Die jetzt zugesagten Verbesserungen sind ein erster wichtiger Schritt. Unser Ziel bleibt eine dauerhaft verlässliche Fernverkehrsanbindung für Friedberg“, so Bürgermeister Dahlhaus abschließend. Die Stadt werde den weiteren Fahrplanprozess weiterhin aufmerksam begleiten und sich auch künftig konsequent für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger einsetzen.

ICE Halt AG

Stadtverwaltung und Kommunalpolitik stehen gemeinsam für Friedberg als tragenden ICE-Standort



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