Friedberg: Kreis soll Bahntunnelprojekt unterstützen

Friedberg
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Aktuell diskutieren die Gremien der Stadt Friedberg das Projekt Tunneldurchstich. Aktuell haben sich die ursprünglichen Kostenschätzungen fast verdoppelt.

Aktuell ist offen, wie sich die Stadt entscheidet. Entscheidet sie sich aber für das Projekt, dann sollte sie nach Meinung der GRÜNEN im Kreistag vom Wetteraukreis unterstützt werden. In diesem Fall würden die GRÜNEN für die Kreistagssitzung am 17.09. einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag stellen. Auf den ersten Blick ist der Tunneldurchstich ein Projekt der Stadtentwicklung. Allerdings lassen sich auch Argumente finden, die dieses Projekt in einen größeren Zusammenhang stellen. GRÜNEN-Abgeordneter Gerhard Salz: "Täglich nutzen ca. 17.500 Menschen den Friedberger Bahnhof. Er ist der wichtigste Knotenpunkt im Wetteraukreis. Etliche regionale bzw. lokale Bahn- und Buslinien sind auf ihn ausgerichtet.

Ein attraktiverer Bahnhof nutzt auch den Menschen in der Region. Friedberg verfügt leider über keinen zeitgemäßen Busbahnhof. Natürlich müsste der vor dem Bahnhofsgebäude entstehen. Zugleich aber würde der Durchstich andere Optionen für den Busverkehr eröffnen. Für den ist über die VGO der Kreis zuständig. Es ist also aus Sicht des Kreises durchaus interessant, wenn sich mit einem Bahntunnel in östlicher Richtung neue Möglichkeiten ergeben. Das gilt im Übrigen auch für die Anbindung an den regionalen Radverkehr, dessen Förderung und Ausbau Kreisaufgabe ist."

Wie könnte eine Unterstützung seitens des Kreises aussehen? Gerhard Salz dazu: "Wir sind Realisten genug, was die finanziellen Möglichkeiten des Kreises betrifft. Um direkte finanzielle Unterstützung wird es eher nicht gehen. Allerdings können wir uns vorstellen, dass der Kreis und Beteiligungen des Kreises (Wirtschaftsförderung, die Verkehrsabteilung beim ZOV) sehr wohl helfen können, wenn es um das Aufschließen von Fördermitteln geht. Zudem hat der Kreis einen Sitz im Aufsichtsrat des RMV und kann sich auch dort zu Gunsten des Projekts einbringen."

Zunächst aber wollen die GRÜNEN im Kreistag die Entscheidungsfindung in Friedberg abwarten. Gerhard Salz: "Entscheiden sich die Stadtverordneten am 11.09. trotz der nun deutlich höheren Gesamtkosten dafür, dann sollte sich auch der Kreistag mit dem Thema befassen. Der "Wetterauer Hauptbahnhof" ist eben mehr als nur eine Friedberger Angelegenheit."



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