In diesen Tagen jährt sich der Überfall arabischer Terroristen auf ein Kibbuz in Israel. Dabei gab es neben zahlreichen Toten mehr als 100 Menschen, die in den von der Hamas kontrollierten Gaza Streifen verschleppt wurden. Von den Terroristen wurden überdies nach dem Überfall gemordete Menschen in entwürdigender Weise den Medien präsentiert. Übrigens: viele Menschen in den arabischen Ländern zeigte ihre Freude an diesem Überfall, das gilt auch für zahlreiche Sympathisanten in Deutschland, Freudentänze von Palästinensern in Berlin, zuletzt nach dem iranischen Raketenangriff auf israelische Städte, stehen dafür nur als ein Beispiel.
Zwischenzeitlich hat sich das Interesse der internationalen Medien auf den Hisbollah an der israelischen Nordgrenze verlagert – von den Hamas-Geiseln ist medial kaum noch die Rede. Mit ausgeklügelter Technik wurden zahlreiche Terroristen entweder zur Strecke gebracht oder aber mit schweren Verletzungen den weiteren Gefechten entzogen. Der Anführer der bekanntermaßen von den iranischen Mullahs gesteuerten Hisbollah wurde im Libanon mit einer gezielten bunkerbrechenden Bombe ausgelöscht.
In den 60er Jahren verlor die christliche Mehrheit die Kontrolle über den Libanon und das Land kippte ins Chaos. Heute ist dies ein besonders eindrucksvolles Beispiel, was passiert, wenn der Islam regiert. Allein der Vorwurf, die technische Attacke sei im Kern auch noch rassistisch, weil sie die Rückständigkeit der arabischen Welt darstelle macht deutlich, wie weit sich westliches Denken und islamische Ideologie voneinander entfernt haben.
Angesichts der Toten und Verletzten liefen viele Medien zur Hochform auf. Das könne man doch nicht machen, empörte sich die einschlägige Journaille. Dies führt zur Kernfrage: Darf man sich über den Tod von Terroristen freuen? Die linke deutsche Öffentlichkeit empört sich, weil Pager-Opfer doch „Zivilisten“ gewesen seien, „so als handele es sich bei den Milizionären um unschuldige Taxifahrer und Gemüsehändler, die plötzlich aus dem Leben gerissen wurden“, so ein Kommentator im Focus. Über die zivilen Toten in Israel schweigen sich die vornehmliche linken Medien vornehm aus.
Jeder, der an dem Weltgeschehen Anteil nimmt, muss für sich die Frage beantworten, ob der Tod eines Terroristen unter bestimmten Umständen gerechtfertigt ist. Bei einem Staat wie Israel, dem ständig die Vernichtung angedroht wird, ist es klar nachvollziehbar, dass er sich mit allen Mitteln seinem eigenen Untergang widersetzt und sich nach Kräften wehrt. Genau dieses Verhalten nötigt mir Anerkennung und Respekt ab.
Zum Autor
Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (73) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern ist der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt.
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