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Begrüßt wurde Heidt von Geschäftsführer Alexander Repp. Im Gespräch informierte sich Heidt über das Familienunternehmen und tauschte sich mit Repp über die aktuelle Entwicklung im Handwerk, gerade seit Beginn der Corona-Pandemie, aus. Dabei bekam Heidt auch einen Einblick in die Werkstatt.

Das Familienunternehmen gibt es seit fast 50 Jahren. 1972 wurde Metallbau Repp von Alexander Repps Vater gegründet. Seit 1995 ist der Firmensitz in Echzell. Das Unternehmen bietet seine Expertise im Bereich Metall am Bau an: „Wir gestalten, planen und fertigen alles, was an Gebäuden aus Metall hergestellt wird“ erklärt Repp. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen 28 Mitarbeiter und entwickelt sich: „Wir sind ein wachsendes Familienunternehmen“, so Alexander Repp.

Seit Beginn der Corona-Pandemie habe es im Handwerk allgemein einen regelrechten Boom gegeben, die Auftragslage sei gut, es gebe aber zu wenige Fachkräfte. Den sogenannten Fachkräftemangel spüre man auch im Echzeller Unternehmen, daher bilde man regelmäßig vor Ort Fachkräfte aus, um sich den eigenen Nachwuchs zu sichern: „Aktuell haben wir 7 Auszubildende im Unternehmen“, so Repp.

Peter Heidt, der im Bundestag für die FDP im Bildungsausschuss sitzt, freue sich, dass hier ausgebildet wird: „Bildung ist die elementare Voraussetzung für individuelles Vorankommen und ein selbstbestimmtes Leben, auch die Chance zum sozialen Aufstieg hängt heute mehr denn je davon ab. Dazu gehört auch die berufliche Bildung. Ich freue mich, dass ein erfolgreiches mittelständisches Familienunternehmen wie Metallbau Repp hier in der Wetterau jungen Menschen eine Ausbildung und damit gute Chancen bietet.“ Heidt, der regelmäßig Handwerksbetriebe im Wahlkreis besucht, erfahre überall aus dem Handwerk, dass zu wenige junge Menschen in der Ausbildung seien. 

Repp, der als Innungsmitglied in der Metall-Innung Wetteraukreis gut vernetzt sei, bestätigte, dass in der Wetterau in vielen Bereichen Handwerker fehlten: „Fachkräfte werden nicht nur bei Malern, Lackierern und Schlossern gesucht.“ Der Fachkräftemangel sei im ganzen Handwerk zu spüren und gerade im Metallbau seien sehr wenige Nachwuchskräfte in der Ausbildung. Die Qualität der beruflichen Bildung sei ebenso ein Thema in den Handwerksunternehmen. Zum Teil seien Auszubildende unzufrieden und berichteten davon, dass in der Berufsschule in einigen Bereichen veraltetes Wissen vermittelt werde. „Wir müssen die berufliche Bildung auf den aktuellen Stand des Wissens bringen.“ sagt Peter Heidt dazu.

Beim weiteren Austausch kam das Thema Bürokratie zur Sprache. Ob bei den Corona-Hilfen für Handwerksbetriebe, bei der Einstellung von Mitarbeitern aus dem Ausland, bei der Abwicklung öffentlicher Aufträge oder bei der Steuererklärung: Überall hätte man es als mittelständisches Unternehmen mit Bürokratie zu tun. „Kleinen Handwerkern werden immer mehr bürokratische Hürden aufgestellt“ stellt Alexander Repp fest. „Wir müssen die Bürokratie in allen Bereichen zurückschrauben. Gerade die Belastung der Handwerksbetriebe ist enorm. Es kann nicht sein, dass ein Handwerker ähnlich viel Zeit mit dem Ausfüllen seitenlanger Formulare verbringt wie mit der eigentlichen Dienstleistung“, so Peter Heidt, der sich mit seiner FDP-Fraktion im Bundestag "vehement für den Bürokratieabbau" einsetze.

Foto (von links): Alexander Repp und Peter Heidt. Foto: Patzak

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