Die Wirtschaftsförderung der Stadt Büdingen meldet sich mit gleich mehreren Impulsen für Gründung, Wachstum und nachhaltige Standortentwicklung zurück. Im Fokus stehen neue Förderprogramme, konkrete Hilfestellungen für GründerInnen und ein starkes regionales Netzwerk.
Gründerzentrum mit Netzwerkabenden und Agentursprechstunden - Der Aufbau des neuen Gründerzentrums in der Bahnhofstraße schreitet voran. Bereits vor der offiziellen Eröffnung ist klar: Es wird weit mehr als nur ein Ort mit Räumen. Hier entsteht ein Zentrum für unternehmerisches Denken – offen für alle Start-Ups, Selbstständige und junge Unternehmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf KleinunternehmerInnen und Solo-Selbstständigen aus Handwerk, Baubranche und verwandten Bereichen. Die Räume können zunächst kostenfrei genutzt werden – etwa für Kundengespräche oder zur Erledigung von Büroarbeiten. Ziel ist es, die vorhandene Kapazität auszuschöpfen und eine belebte Einrichtung zu schaffen. Die Finanzierung des Projekts ist für rund 1,5 Jahre gesichert. In dieser Zeit wird ein wirtschaftlich tragfähiges Betriebsmodell entwickelt. Das Gründernetzwerk organisiert im Zentrum regelmäßige Netzwerkabende sowie praxisnahe Seminare rund um Gründung und Management. Auch die Agentur für Arbeit wird mit regelmäßigen Sprechstunden zur Arbeitgeberberatung und eigenen Angeboten vertreten sein.
Mietzuschüsse gegen Leerstand – Innenstadt UND Stadtteile im Fokus - Mit dem Beschluss eines eigenen Förderprogramms setzt Büdingen erneut Anreize gegen gewerblichen Leerstand. Über einen kommunalen Mietzuschuss von bis zu 50 % der Nettokaltmiete für maximal 18 Monate sollen Neugründungen und Unternehmensverlagerungen in leerstehende Erdgeschosslagen unterstützt werden – nicht nur in der Altstadt, sondern auch in den Ortsmitten der Stadtteile. Die Richtlinie richtet sich insbesondere an Vorhaben mit Publikumsverkehr und innovativem Potenzial. Die Stadt begleitet Antragsteller mit individueller Beratung und der Prüfung von Geschäftsplänen.
Neue Förderung für die Gastronomie - Mit einem Sonderprogramm der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen steht Gründungsinteressierten in der Gastronomie ab sofort eine attraktive Förderung zur Verfügung. Förderfähig sind Investitionen ab 15.000 Euro – mit einem Zuschuss von bis zu 45 % und einer Förderhöhe von bis zu 200.000 Euro. Die Stadt Büdingen unterstützt nicht nur bei der Antragstellung, sondern bietet umfassende Beratung zur Gründung im Gastronomiebereich an. „Die Gastronomie ist ein Schlüsselfaktor für die Belebung unserer Ortskerne. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, hier individuelle Wege in die Selbstständigkeit zu begleiten", so Wirtschaftsförderer Manuel Hasifić. Darüber hinaus ist es für die Stadt ein zentrales Ziel, dass sich der Besuch der Innenstadt künftig nicht mehr allein auf gezielte Einkäufe beschränkt, sondern einen erlebnis- und freizeitorientierten Charakter erhält. Eine vielfältige, lebendige Gastronomielandschaft leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.
Berufsorientierung und Jobmesse im Ostkreis - Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sowie weiteren Partnern bereitet die Stadt aktuell eine neue Berufsorientierungsveranstaltung vor, die am 31. Oktober 2025 in Büdingen stattfinden soll. Das Datum ist bewusst gewählt, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich über berufliche Perspektiven in der Region zu informieren – und zum Teil direkt vor Ort auszuprobieren, ob ein Berufsfeld Freude macht und zum eigenen Profil passt. Im kommenden Jahr soll außerdem das etablierte Format JobAktiv, zuletzt in Friedberg durchgeführt, erstmals auch in Büdingen stattfinden. Ergänzt wird das Angebot durch die bewährten Berufsbildungsmessen der Beruflichen Schulen Büdingen und Nidda, die seit vielen Jahren erfolgreich im Frühjahr stattfinden. Die drei Veranstaltungsformate sollen ein ganzjährig abgestimmtes und praxisnahes Angebot schaffen – zugeschnitten auf die Bedürfnisse junger Menschen und der Unternehmen vor Ort. Denn Berufsbildung, Fachkräftesicherung und die Bekämpfung des Fachkräftemangels sind zentrale Herausforderungen, die nur im Zusammenspiel von Schule, Wirtschaft und öffentlicher Hand gelöst werden können. „Wirtschaftsförderung endet für uns nicht an der Stadtgrenze. Gemeinsam mit den Nachbarkommunen wollen wir den Ostkreis als starken Wirtschaftsraum weiterentwickeln", betont Bürgermeister Harris.
Kooperation statt Insellösungen - Die Wirtschaftsförderung Büdingen verfolgt das Ziel, vorhandene Angebote besser miteinander zu verknüpfen. Durch den gezielten Ausbau von Kooperationen können bestehende Leistungen und Ressourcen zahlreicher Institutionen, Einrichtungen und privatwirtschaftlicher Akteure künftig effektiver genutzt und zugänglich gemacht werden – zum Vorteil für Bürgerinnen und Bürger, sowie neue und etablierte Unternehmen in der gesamten Region.
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