„Nach den Anschlägen, die in den vergangenen Jahren mit Fahrzeugen im öffentlichen Raum verübt wurden, rückt die Frage nach einem Schutz von Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit. Wie lassen sich Sicherheitsmaßnahmen mit der Festlichkeit sowie dem Sicherheitsbedürfnis der Feiernden vereinbaren?“, erläutert die CDU-Stadtverordnete Kerstin Gohlke die Frage, die ihre Fraktion aktuell umtreibt.
Die CDU Büdingen bringt daher in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments einen Antrag ein, der den Magistrat auffordert, ein Konzept zu erstellen bezüglich des Programms „Sicherheit bei Veranstaltungen“. „Seit dem 01.05.2025 gibt es dieses Förderprogramm, das zur Unterstützung von Kommunen und sonstigen Veranstaltern gestartet ist“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Jonathan König: „Für das Programm steht ein Betrag in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Kooperationen verschiedener Kommunen. Die Kooperation muss die Erarbeitung eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts sowie die gemeinsame Beschaffung und Bewirtschaftung der Sicherheitsmaßnahmen umfassen.“ „Veranstaltungen wie zum Beispiel der Gallusmarkt oder der Düdelsheimer Markt, Jubiläen aber auch ganz kleine Straßenfeste in Büdingen oder auf den Stadtteilen gehören zu unserer Kultur. Es ist ein Baustein für das fröhliche und gesellige Zusammensein der Menschen in unserer Gesellschaft“, so König weiter: „Es muss unser Ziel sein, Veranstaltungen zu ermöglichen und nicht zu verhindern. Für größere Veranstaltungen sind andere Sicherheitsmaßnahmen als für Kleine erforderlich.“
„Ein Beispiel aus der Praxis ist, dass im Juni stattfindende Jubiläum des Schützenvereins Düdelsheim“, wie Gohlke erläutert: „Der ursprünglich geplante Laufweg der Schützen bei ihrem Marsch durch Düdelsheim war nicht umsetzbar, da gemäß der Sicherheitsauflagen 14 bis 16 Straßensperren hätten vorgesehen werden müssen. Das Ganze hat dazu geführt, das der Marsch nun erheblich verkürzt werden musste, so dass nur ein paar wenige Straßen abgesperrt werden.“ Während man sich früher als ausrichtender Verein nur mit betrunkenen Gästen rumärgern musste, muss man sich heute bei der Planung mit ganzen Sicherheitskonzepten beschäftigen.
Bei dem genannten Förderprogramm wird auf interkommunale Zusammenarbeit gesetzt. Ziel ist es, dass sich Kommunen zusammenschließen, um sich in Sicherheitsfragen zu unterstützen und gemeinsam Sicherheitsmaßnahmen anzuschaffen. Durch die Zusammenarbeit können unter anderem Kosten reduziert werden.
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