„Kinder, die auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz stehen und Eltern, die auf eine Zusage hoffen - das ist ein Szenario, dass auch zum Alltag unserer Großgemeinde gehört" so erläutert Jonathan König, Fraktionsvorsitzender der CDU den Antrag zur Standortsuche für einen Naturkindergarten, den seine Fraktion für die Sitzung des Stadtparlaments im März stellt. „Im Januar 2025 waren es 60 Kinder, die aktuell keinen Platz in einem unserer Kindergärten haben, eine Situation, die auch unsere Fraktion belastet", führt er weiter aus.
„Aber es sind nicht nur die Betreuungsplätze, die fehlen. Bestehende Plätze können nicht vergeben werden, da nicht genügend Personal vorhanden ist. Auch wir suchen Erzieher und Erzieherinnen und diese Suche ist aufgrund der allgemeinen Situation auf dem Arbeitsmarkt für die Mitarbeiter der Verwaltung eine Herausforderung": ergänzt Kerstin Gohlke, ebenfalls Stadtverordnete der CDU.
„Um hier Abhilfe zu schaffen und zudem ein weiteres pädagogisches Arbeitsfeld zu eröffnen, beauftragen wir den Magistrat mit der Suche nach einem Standort für einen Naturkindergarten", konkretisiert Petra Engelhard, ebenfalls CDU und Mitglied des Ausschusses für Jugend, Kultur und Soziales, die Überlegungen der Fraktion.
Bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück sollen vorrangig die Grundstücke, welche sich im städtischen Eigentum befinden, betrachtet werden, aber auch Grundstücke, die nicht städtisch sind. Mit einhergehend ist die Prüfung von Ausweichräumen im Falle von Unwetterwarnungen. Ortsbeiräte sind ggf. mit einzubeziehen und auch zu hören.
Ein Naturkindergarten bietet Platz für 20 Kinder und die Zeit sowie die Kosten der Planung und Fertigstellung ist geringer als für den Bau eines konventionellen Kindergartens. Auch schließt die Anschaffung eines solchen Bauwagens den Bau eines weiteren Kindergartens nicht aus und steht auch nicht in Konkurrenz zu den bereits bestehenden Waldkindergärten.
Zudem ist bekannt, dass sich auch Eltern dieses weitere Angebot wünschen. Im Fachbereich gab es hierzu bereits Überlegungen, aber noch keine konkreten Ergebnisse.
„In Erlensee im Main-Kinzig-Kreis wird dieses Modell bereits erfolgreich angeboten. Dort werden bereits in 2 Bauwagen Kinder betreut, aber auch etwa in Ober Widdersheim ist so ein Kindergarten entstanden. „Wir sind der Meinung, dass ein solches Angebot auch bei uns nicht fehlen darf", sind sich die drei Stadtverordneten einig.
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