FWG: "Hochwasserschutz in Büdingen muss verbessert werden"

Büdingen
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„Der Zusammenhalt und das Miteinander in Büdingen ist eine große Stärke unserer Stadt. Dies hat nicht zuletzt die Hochwasserkatastrophe vom 29. Januar gezeigt“, schreibt die FWG Büdingen in einer Pressemitteilung. Mit großer Dankbarkeit blickt die FWG Büdingen auf die vergangene Woche.

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Die Vorsitzende Sabine Dönges und ihr Stellvertreter Thomas Appel betonen: "Die Welle der Hilfsbereitschaft, die unsere Stadt erfasst hat, ist ein wunderbares Signal und hat uns sehr berührt. Viele Menschen, Vereine, Unternehmen, unterschiedliche Ortsbeiräte unserer Stadt haben sich mit tatkräftiger Hilfe vor Ort oder Spenden engagiert. Wir hoffen sehr, dass wir uns diese Gemeinsamkeit bewahren können. Wenn es uns gelingt, wird es sicher eine unserer größten Stärken in besonders unruhigen Zeiten sein, denn auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns noch sehr lange beschäftigen. Vieles wird man in Büdingen wieder gemeinsam aufbauen müssen. Angefangen von den Wohnungen über die Geschäfte, Museen und Restaurants der Büdinger Altstadt und den vielen anderen Dörfern und betroffenen Teilen der Stadt."

"Einen Neustart und einen Wiederaufbau wird es aber auch in der Kulturszene, vielen Unternehmen und Vereinen nach der Corona-Pandemie geben müssen. Dieser Aufgabe möchten wir in der kommenden Legislaturperiode ein großes Augenmerk widmen. Hierfür müssen die notwendigen finanziellen Mittel und tatkräftige Unterstützung zur Verfügung gestellt werden", so Dönges und Appel.

Und weiter: "Aktuell liegt unser Fokus – gemeinsam mit allen Fraktionen und über Parteigrenzen hinweg - auf den kurzfristigen Hilfen für die betroffenen Bürger. Diese Gelder müssen schnell ausgezahlt und in ihrem Umfang noch erweitert werden. Weitere Nothilfen der Stadt können in den laufenden Haushaltsberatungen besprochen und beschlossen werden. Es ist bereits spürbar, dass hierzu in allen Fraktionen eine große Bereitschaft besteht. Es geht aber auch darum, schnelle Lösungen für einen ganzheitlichen Hochwasserschutz zu finden und sie umzusetzen. Nicht nur in der Kernstadt, sondern in allen betroffenen Stadtteilen. An diesen Stellen wird es ebenfalls nur miteinander gehen. Büdingen muss gemeinsam für seine berechtigten Interessen gegenüber Verbänden, Wetteraukreis und Land Hessen einstehen. Dabei darf Parteipolitik keine Rolle spielen und diesen Ansatz haben wir in den vergangenen Wochen immer wieder hervorgehoben."

"Ein ganzheitlicher Hochwasserschutz beginnt für uns mit der Fragestellung, was wir als Fraktion und in der Gremienarbeit mit allen anderen Parteien und Wählergruppen falsch gemacht haben und was nun dringend notwendig ist. Weitere Schuldzuweisung wie sie vom Vorsitzenden des Wasserverbandes Joachim Arnold, geäußert wurden, sind wenig zielführend. In diesem Zusammenhang begrüßen wir es sehr, dass Bürgermeister Erich Spamer in der letzten Woche eine Einladung an den Vorstand des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach, das Fürstenhaus und diverse Mitarbeiter der Verwaltung ausgesprochen hat und wir haben die große Hoffnung, dass aus diesen Gesprächen erste Ergebnisse folgen", erklären Sabine Dönges und ihr Stellvertreter Thomas Appel.

"Die Stadt Büdingen fordert seit 1967 ein Rückhaltebecken und hat dies seither deutlich durch alle seine Bürgermeister von Willi Zinnkann über Roland Manz, Eberhard Bauner, Bernd Luft bis hin zu Erich Spamer im zuständigen Verband kommuniziert. Daran besteht keinerlei Zweifel und ist auch öffentlich dokumentiert. Gleichzeitig hat auch die Stadt Büdingen seit Jahrzehnten nicht alles dafür getan, um an bestimmten Stellen einen ausreichenden Hochwasserschutz sicherzustellen. Die Bürger erwarten nun kein politisches Gezerre und Schuldzuweisungen. Ihre berechtigte Erwartungshaltung ist, dass schnell und wirksam etwas geschieht und ihre Wohnungen, ihre Geschäfte und Unternehmen vor zukünftigen Hochwasserereignissen geschützt werden. Darin liegt unsere gemeinsame politische Verantwortung", schreiben Sabine Dönges und ihr Stellvertreter Thomas Appel abschließend.



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