FDP Wetterau im Austausch mit Hessischer Landesbahn

Butzbach
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Vertreter der FDP Wetterau haben sich mit der Hessische Landesbahn zu einem intensiven Austausch über den Standort Butzbach, den Stand der Bauarbeiten der neuen Instandhaltungsanlage der HLB sowie die strategische Weiterentwicklung des Bahnverkehrs getroffen.

Gesprächspartner waren Geschäftsführer Veit Salzmann sowie der Leiter des Standorts Butzbach Alexander Elzer. Für die FDP Wetterau nahmen die Kreistagsabgeordneten Jochen Ruths, Jörg-Uwe Hahn und Peter Heidt sowie der Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Wolfgang Patzak teil. Begleitet wurden sie von den Butzbacher Liberalen Norbert Gonter, Matthias Dubowy, Uwe Schmittberger und Leo Jung. Geschäftsführer Salzmann informierte über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für die neue Instandhaltungsanlage am Standort Butzbach. Die Hallen an sich, sprich der Rohbau incl. Ver- und Entsorgung, Geotermieheizung und Photovoltaik seien fertig gestellt. Derzeit arbeite man an der Installation der technischen Anlagen und die Herstellung von Büro und Sozialeinrichtungen. Zwei Hallen seien schon komplett fertig gestellt. Im Januar habe man dort damit begonnen erste Fahrzeuge in der Anlage instand zu halten.

Man will hier testen, so der HLB Chef gegenüber den Liberalen, ob die Instandhaltungsabläufe mit den installierten Anlagen machbar sind. Des Weiteren werde man die gesamten technischen Anlagen an sich in der Erprobungsphase testen, um zu gewährleisten, dass mit der Fertigstellung auch die Instandhaltungsprozesse für alle Fahrzeugflotten funktionieren.  Salzmann geht davon aus, dass ab Mitte bis Ende April alle vorgesehenen Fahrzeugflotten der HLB sukzessive zur Instandhaltung nach Butzbach kommen. Ab Juni, so die Planung, werde dann der Betrieb der Anlage vollständig möglich sein. Zugleich stellte Salzmann die strategische Ausrichtung der HLB dar. Ziel sei es, weitere Standbeine zu entwickeln. Dazu gehört eben auch die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen für andere Unternehmen unter Nutzung der neuen Instandhaltungsanlage. Im Busverkehr werde man sich weiter im Wettbewerb beteiligen und setze hier verstärkt auf die Möglichkeiten, die die Elektromobilität bietet.  Der bisherige Standort Butzbach werde ebenfalls weiter genutzt. Auch hier halte man sich die Möglichkeit offen Anlagen für Elektromobilität im Busverkehr zu installieren.

Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Staatsminister a. D., und Vorsitzender der FDP Kreistagsfraktion erklärte: „Ein leistungsfähiger Bahnverkehr ist ein zentraler Standortfaktor für die Wetterau und für ganz Hessen. Damit Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen profitieren, braucht es funktionierende Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen. Verzögerungen dürfen nicht zum Dauerzustand werden.“ Positiv bewerteten die Vertreter der FDP in der Wetterau die Situation der Beschäftigten. Salzmann erläuterte, dass die HLB gute Entlohnung, verlässliche Arbeitszeiten und moderne Arbeitsbedingungen biete und damit ein gern gesuchter Arbeitgeber sei. An Pünktlichkeit und Effizienz werde kontinuierlich gearbeitet. Einschränkungen entstünden häufig durch infrastrukturelle Defizite, die meistens nicht im Einflussbereich der HLB lägen.

Für die Beschaffung neuer Fahrzeuge sei die HLB als Sektorenauftraggeber an europaweite Ausschreibungen gebunden, erklärte Salzmann weiter. Was das Abführen von Gewinnen der HLB angeht, möchte der Eigentümer zu Recht eine Gewinnabführung sehen, die in einem angemessenen Verhältnis zu den notwendigen Mittel, die für Investitionen, die benötigt werden, steht. Geschäftsführung und Eigentümer haben hier übereinstimmend ein großes Interesse daran, dass dem Unternehmen ausreichend selbst erwirtschaftete finanzielle Mittel für die Entwicklung des Unternehmens zur Verfügung stünden. Peter Heidt, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, betonte: „Die HLB ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und zu investieren. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssen auch die infrastrukturellen Voraussetzungen stimmen.“ Dort, wo Strecken der DB heute nicht vollständig nutzbar seien, bestehe Handlungsbedarf, ergänzte Jochen Ruths, auch Vizepräsident der IHK Gießen Friedberg. In diesem Zusammenhang sprach der aus Büdingen stammende Wolfgang Patzak auch die Strecken Lieblos nach Gelnhausen und Nidda bis nach Gießen an. „Schienenersatzverkehr der DB ist immer eine Belastung für die Pendler,“ so Patzak.

Salzmann machte deutlich, dass die HLB über ausreichende Kapazitäten verfügt, um auch im Werkstattbereich voll ausgelastet zu arbeiten, im Betriebsbereich sei man derzeit jedoch auf etwa einem Drittel der Strecken durch mangelnde Infrastruktur eingeschränkt.  Zudem werde die schrittweise Elektrifizierung der Busflotte in den kommenden Jahren unausweichlich sein und sei Teil der langfristigen Planungen. 
Die FDP Butzbach sieht den Austausch als wichtigen Beitrag, um Mobilität am heimischen Standort nachhaltig weiterzuentwickeln. „Für uns in Butzbach ist wichtig und erfreulich, dass die günstige zentrale Lage der Stadt so attraktiv für ein spannendes Unternehmen wie die HLB ist, die zukunftsweisenden attraktiven Arbeitsplätze in der Region schafft,“ so Butzbachs FDP Vorsitzender Dubowy.



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