Erinnerung an das alte Gewerbe der Lohgerber

Nicht nur zum Verweilen, auch zur Erfrischung lädt der neue Platz am Lohgerberbrunnen ein.

Bad Vilbel
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Das Handwerk der Lohgerberei ist heutzutage weitestgehend untergegangen. Diese spezielle Methode der Gerberei machte das so gegerbte Leder widerstandsfähiger gegen Wasser oder schwache Säuren. In Bad Vilbel wird an dieses traditionelle Handwerk und seine Geschichte in der Quellen- und Festspielstadt am Lohgerberbrunnen erinnert. Ein Platz direkt an der Nidda gelegen, denn auch die Lohgerber arbeiteten stets flussnah.

Der Platz wurde nun im Zuge der Attraktivierung der Parklandschaft in Bad Vilbel neugestaltet. Mit den Füßen im erfrischenden Nass stehend, bewundert Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr den neugestalteten Platz am Lohgerberbrunnen. „Dieser Platz lädt wirklich zum Verweilen ein. Eingerahmt von der Grünfläche mit den schattenspendenden Bäumen auf der einen und der Nidda auf der anderen Seite, kann man hier wunderbar die Seele baumeln lassen“, schwärmt der Bürgermeister vom neugestalteten Platz, den er gemeinsam mit Erstem Stadtrat Sebastian Wysocki, Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann und der Projektverantwortlichen, Svenja Kost, besuchte.

Mit neuem Pflaster und neuen Bänken wurde dem Platz ein gänzlich neuer Eindruck verschafft. Auch der Brunnen wurde neugestaltet und verbindet durch die Figur eines Lohgerbers mit dem modern gestalteten Platz die Geschichte dieses Ortes mit der Gegenwart des attraktivierten und in seiner Aufenthaltsqualität gesteigerten Platzes.

Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann freut sich, dass auch an diesem Platz ein Stück Bad Vilbeler Geschichte für die Nachwelt erhalten wurde. „Die Geschichte der Stadt Bad Vilbel ist eng mit Handwerken verschiedener Art verbunden. Auch die Lohgerber gehörten lange zum Stadtbild, daher war es uns wichtig, dass der Platz auch künftig an dieses historische Gewerbe erinnert“, erklärt Kunzmann.

Die Möglichkeit zur Umsetzung der Projekte erfolgte dank der umfangreichen Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Hessen.



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