Pflegeheim schlägt Alarm: Helfende Hände für Schnelltests gesucht

Bad Vilbel
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Wenig Personal, knappe Zeitfenster und ein immenser organisatorischer Aufwand belasten derzeit das Team der Alloheim Senioren-Residenz „AGO Bad Vilbel“ in Dortelweil. Die kürzlich erlassene Allgemeinverfügung des Bundes und der Länder und das von der Einrichtung umzusetzende Testkonzept, um Infektionen mit dem Covid-19-Virus weitgehend auszuschließen, erhöhen den organisatorischen Druck auf die Beteiligten.

Die Einrichtung hofft nun, qualifizierte Ehrenamtliche oder Mini-Jobber zu finden, die das Pflegepersonal als Helfer bei den Schnelltests entlastet. „Wir haben wöchentlich rund 350 Schnelltests durchzuführen“, beschreibt Einrichtungsleiter Johannes Fellner die aktuelle Situation der Residenz in der Friedberger Straße, „die sogenannten PoC-Tests nehmen pro Testperson bis zu 30 Minuten in Anspruch und bringen unsere Pflegekräfte immens unter Druck. Denn: Die Pflege und Versorgung der Bewohner müssen ja ebenfalls dauerhaft sichergestellt werden.“

Da sich neben Bewohnern und Mitarbeitern auch Angehörige und Besucher in den Einrichtungen diesem PoC-Antigen-Test vor einem Besuch unterziehen können, bringt die Organisation der Testverfahren die Pflegeeinrichtungen zunehmend an ihre Grenzen. Zudem dürfen die Abstrich-Tests nur von qualifizierten Personen durchgeführt werden, was die Durchführung sehr erschwert. „Wir hoffen sehr, qualifizierte Helfer aus der Region zu finden, die uns bei der Testdurchführung unterstützen“, bittet Johannes Fellner, „auch ein stundenweises Engagement durch zusätzliche Tester entlastet uns sehr!“

PoC-Antigentests dürfen nur von eingewiesenen, qualifizierten Personen durchgeführt werden. Als „qualifiziert“ gelten nach den Vorgaben der Behörden neben Ärzten beispielsweise auch Medizinstudenten mit bereits bestandenem Physikum, examiniertes Krankenpflegepersonal oder entsprechend ausgebildete Personen aus dem Gesundheitsbereich. „Sei es als ehrenamtliche Unterstützer oder als Engagement auf Mini-Job-Basis – wir hoffen sehr, dass wir viele Bürgerinnen und Bürger der Region mit den entsprechenden Voraussetzungen ansprechen und für diese Aufgabe gewinnen können“, sagt Johannes Fellner. Behördlicherseits gibt es bereits Bestrebungen und Pläne, zukünftig auch nicht-medizinisches Personal als Tester einzusetzen. Fachfremde Interessenten will die Einrichtung deshalb bereits jetzt schon auf eine Liste setzen, um sie bei einer Lockerung der Qualifikationsvorgaben direkt kontaktieren zu können.

„Ebenso freuen wir uns über Unterstützung für unsere Mitarbeiter des Sozialen Dienstes, bei der Koordination der Besuche, bei der Übernahme von Einkäufen oder gemeinsame Spaziergänge für unsere Bewohner und Bewohnerinnen.“ sagt Einrichtungsleitung Johannes Fellner. Wer sich angesprochen fühlt und die Seniorenresidenz unterstützen kann und möchte, sollte sich direkt bei der Einrichtungsleitung unter Telefon 06101/9836440 oder gern auch per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.



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