Flutkatastrophe: Kurstadt hilft Kurstadt

Bad Nauheim
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„Die Flutkatastrophe in zahlreichen Regionen Deutschlands, insbesondere im Rheinland und der Eifel, hat in den vergangenen Tagen viel Leid verursacht. Menschen sind noch immer in Not und kämpfen um ihr Hab und Gut, sie kämpfen um den Erhalt ihrer Heimat. Was dort geschehen ist, ist nicht in Worte zu fassen", erklärt Bürgermeister Klaus Kreß und ruft zur Spendenaktion auf.

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"Wir sind tief berührt und möchten unseren befreundeten Heilbädern Bad Münstereifel und Bad Neuenahr mit einer Spendenaktion helfen. Sie wurden hart vom Hoch­wasser getroffen - dort herrscht Ausnahmezustand. Bad Nauheim lässt euch nicht im Stich!“

Klimawald der Solidarität
Jeder, der Bad Münstereifel und Bad Neuenahr unterstützen möchte, kann für den „Bad Nauheimer Klimawald der Solidarität“ spenden. Zum Hintergrund: Im Wäldchen des Goldsteinparks mussten in den letzten drei Jahren viele Bäume gefällt werden. Durch die langen Dürreperioden als Folge des Klima­wandels konnte sich die Ruß­rindenkrankheit, eine Pilzinfektion, ausbreiten. Auch durch den Borkenkäfer mussten Nadelbäume entnommen werden. Die gerodete Waldfläche von rund 2500 Quadrat­metern soll im Herbst in Kooperation mit dem Klimafairein Oberhessen e.V. aufge­forstet werden.

„Wer für einen Setzling einen Betrag von 50 Euro oder auch gerne mehr spendet, unterstützt direkt das zerstörte Kneippheilbad Bad Münstereifel und das nicht minder getroffene Mineral-Thermal-Heilbad Bad Neuenahr. Wir geben die Zuwendungen zu 100 Prozent an unsere befreundeten Bäder weiter. Gleichzeitig übernehmen die Spender eine symbolische Baumpatenschaft für das Goldsteinwäldchen, in dem rund 600 neue Bäume gepflanzt werden. Auf einer großen Tafel werden diese namentlich genannt. Wir erklären das Wäldchen zum ‚Klimawald der Solidarität‘, unterstreicht Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb.

Mit den Spenden wird der Wiederaufbau der Kureinrichtungen in den Heilbädern unterstützt. „Mit unserer Aktion wollen wir ein Zeichen des Zusammenhalts setzen. Wir möchten einen kleinen Funken Hoffnung geben, dass die Menschen dort mit der schlimmen Flutkatastrophe nicht alleine sind und dass wir alle mitanpacken, damit auch der Kurbetrieb, die Gastronomie und der Handel zu einem halbwegs normalen Leben zurückkehren können und die Bewohner:innen dieser Städte wieder eine Zukunft haben“, erklären Rathauschef Kreß und Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit.

Spende unkompliziert überweisen
Die Spende ab einem Betrag von 50 Euro für einen Baumsetzling kann schnell und ohne großen Aufwand an das städtische Spendenkonto bei der Sparkasse Oberhessen, IBAN: DE10 5185 0079 0031 0011 88,·BIC: HELADEF1FRI, über­wiesen werden. Es wird darum gebeten, als Verwendungszweck „Spendenaktion Kurstadt hilft Kurstadt“ und den Namen des Spenders anzugeben. Auch eine Bezahlung mit Paypal ist möglich. Der Link dazu ist auf www.bad-nauheim.de/kurstadthilftkurstadt zu finden. Wenn eine Spendenquittung benötigt wird, genügt eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bauhofmitarbeiter helfen in Krisenorten
Steffen Schneider kündigt an: „Wir sind auch in Kontakt mit den Krisenstäben in der Region und haben angeboten, spezialisierte Mitarbeiter:innen unseres Bauhofs mit entsprechendem Gerät in die betroffenen Gebiete zu senden, beispielsweise unsere Baumpfleger, die auch umgeknickte und entwurzelte Bäume aufarbeiten können, oder Baumaschinenfahrer. Wenn das gewünscht ist, werden wir einen Hilfstrupp zu­sammenstellen und in den Einsatz schicken. Möglicherweise bleiben dadurch Arbeiten in Bad Nauheim einige Tage liegen. Wenn das eine oder andere Beet in unserer Kurstadt auf seine Pflege warten muss oder das Mähen einmal verschoben wird, nehmen wir das ganz bewusst in Kauf. Die Menschen in den Krisenregionen haben derzeit ganz andere Probleme.“

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