Bad Nauheim: Natalie Pawlik besucht Geophysik-Unternehmen

Bad Nauheim
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Seit über 30 Jahren entwickelt die Gesellschaft für Materialprüfung und Geophysik (GMuG) im Bad Nauheimer Gewerbegebiet hochspezialisierte Sensoren, mit denen selbst kleinste Bewegungen in Bergwerken und Gebirgen analysiert werden können.

Die Wetterauer Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin Natalie Pawlik (SPD) besuchte das Unternehmen und informierte sich bei den Geschäftsführern Dr. Katrin Plenkers und Dr. Grzegorz Kwiatek über die internationale Arbeit des Teams. „In der Wetterau gibt es viele hoch spezialisierte und international aktive Unternehmen“, sagte Pawlik beim Besuch. „Mir ist es wichtig, regelmäßig den Austausch zu suchen, damit wir gute Rahmenbedingungen schaffen und diese Unternehmen ihren Standort hier weiterentwickeln können.“ Die GMuG arbeitet mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Bergbauunternehmen auf der ganzen Welt zusammen. Gemeinsam mit ihren Partnern entwickelt das Unternehmen Messinstrumente, mit denen kleinste Veränderungen im Gebirge oder unter Tage erfasst werden können. „Unsere Sensoren liefern sehr präzise Daten über Bewegungen im Gestein“, erklärte Geschäftsführerin Dr. Katrin Plenkers. „Damit können wir zum Beispiel Mikroerdbeben sichtbar machen und so wichtige Erkenntnisse über die Integrität von unterirdischen Felsvolumen gewinnen.“

Zum Einsatz kommt die Technologie unter anderem in Projekten in Japan, Kanada und Südafrika. Auch an Forschungs- und Erkundungsprojekten in deutschen Salzbergwerken ist das Unternehmen beteiligt. „Unsere Messungen helfen dabei, technische Lösungen für die langfristig sichere Lösungen für die Lagerung von Atommüll zu entwickeln“, so Plenkers. Für diese Arbeit sind gut ausgebildete Fachkräfte entscheidend. „Wir arbeiten in einem internationalen Umfeld und sind auf qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt angewiesen“, sagte Plenkers. Ein aktuelles Beispiel sei ein Mitarbeiter, der Elektrotechnik an der Polytechnischen Universität Kabul studiert hat, in Afghanistan als Ingenieur für internationale Organisationen tätig war und nach der Übernahme der Taliban mit seiner Familie nach Deutschland flüchten musste. „Die Anerkennung seiner Erfahrung und seines Abschlusses war mit großem bürokratischem Aufwand verbunden, dabei bringt er genau die Fähigkeiten mit, die wir brauchen.“

Natalie Pawlik betonte, dass Deutschland auf internationale Fachkräfte angewiesen sei. „Deshalb müssen wir besser darin werden, Qualifikationen anzuerkennen, um Menschen schneller in Arbeit zu bringen. Hierbei sind vor allem auch flächendeckende Sprach- und Integrationskurse vor Ort zentral“, sagte sie. Mit der geplanten Work-and-Stay-Agentur sollen künftig Verfahren gebündelt, digitalisiert und effizienter gestaltet werden. Zum Abschluss bedankte sich Pawlik für den Einblick in die Arbeit des Unternehmens: „Die Gesellschaft für Materialprüfung und Geophysik ist ein beeindruckendes Beispiel für die vielen hoch spezialisierten Arbeitsplätze in unserer Region. Darauf können wir in der Wetterau stolz sein.“

Natalie Pawlik besucht Geophysik Unternehmen AG

Von links: Frau Pawlik mit Frau Dr. Plenkers (1.v.l.), Herrn Dr. Kwiatek (3.v.l.) und dem Team der GMuG.



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