Am Donnerstag, 12. März, beteiligt sich Bad Nauheim am hessenweiten Warntag.
Die Kurstadt testet dabei ihre städtischen Warnsysteme – insbesondere die Sirenen – und überprüft zugleich die Effektivität und Reichweite weiterer, überregionaler Warnkanäle wie Warn-Apps (beispielsweise hessenWARN) und Cell-Broadcast-Nachrichten auf Mobiltelefonen. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit dieser Systeme für den Katastrophenfall zu überprüfen, mögliche technische Schwachstellen zu identifizieren und die Bevölkerung aktiv für die verschiedenen Warnsignale zu sensibilisieren. Bürgermeister Klaus Kreß betont die hohe Bedeutung dieser Übung: „Die Sicherheit der Bad Nauheimer Bevölkerung ist gerade in Zeiten unvorhersehbarer Krisen und globaler Unsicherheit unser oberstes Anliegen. Mit diesem Test stellen wir nicht nur die Einsatzbereitschaft unserer Warnmittel sicher, sondern machen unsere Bürgerinnen und Bürger auch mit den unterschiedlichen Alarmtönen vertraut. Eine gut funktionierende Warnkette kann im Ernstfall Leben retten.“
Beim diesjährigen Hessen-Warntag werden in Bad Nauheim um 10 Uhr zwei unterschiedliche Sirenensignale zu hören sein, die sich in ihrer Bedeutung unterscheiden. An den bereits modernisierten Standorten (Johannisstraße, Schwalheimer Hauptstraße, Sophie-Scholl-Schule, Am Heiligenstock, Bad Nauheim Süd und Melbacher Weg) wird das Signal „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst. Dabei handelt es sich um einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. Im Ernstfall fordert dieses Signal dazu auf, Medien zu verfolgen, Warn-Apps zu prüfen und behördliche Informationen abzuwarten. Die Entwarnung erfolgt hier um 10:30 Uhr mit einem einminütigen Dauerton. In den Gebieten mit noch nicht umgerüsteten Sirenen (Ernst-Ludwig-Ring, Am Solgraben, In der Fußgasse, Am Erlensteg, Alte Schulstraße, Bad Nauheimer Straße, Steinfurther Hauptstraße, Rathausstraße und Wettertalstraße) ertönt weiterhin das Signal „Feueralarm“. Dies ist ein einminütiger Heulton, der zweimal unterbrochen wird. Für dieses Signal gibt es keine spezifische Entwarnung.
Die Modernisierung des Bad Nauheimer Sirenennetzes wird derweil konsequent fortgesetzt. Stefan Reichert, städtischer Fachbereichsleiter für Öffentliche Sicherheit, Brandschutz und Mobilität, erläutert die weiteren Schritte: „Wir planen, dieses Jahr weitere vier bis sechs Sirenen umzurüsten, wofür bereits Förderzusagen des Landes für mehrere Standorte vorliegen. Die genaue Auswahl und Umsetzung hängen von den notwendigen Vorarbeiten und der Verfügbarkeit der Geräte ab.“ Im vergangenen Jahr wurden bereits die Sirenen an der Sophie-Scholl-Schule und Am Heiligenstock modernisiert sowie zwei neue Mastsirenen in Bad Nauheim Süd und am Melbacher Weg in Wisselsheim installiert.
Auch auf den Mobiltelefonen werden um 10 Uhr Alarmmeldungen eingehen. Eine wichtige Neuerung beim diesjährigen Hessenwarntag ist die erstmalige Entwarnung über Cell Broadcast. Da das Cell-Broadcast-Protokoll standardmäßig keine akustische Entwarnung vorsieht, wird diese Funktion – aufgrund vielfacher Nachfrage – als Gefahreninformation (niedrigste Warnstufe) implementiert. Das bedeutet, die Entwarnung kann je nach Smartphone-Einstellung lediglich mit einem Systemton oder still erfolgen. Um die Entwarnung in jedem Fall zu erhalten, wird daher dringend empfohlen, Cell Broadcast auf dem Smartphone auch für die Warnstufe 3 zuzulassen.
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