Ein wegweisender Erfolg für die kommunale Sicherheitsarchitektur in der Kurstadt: Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung dem Antrag der Fraktion der Freien Wähler (FW) Bad Nauheim zur Einführung einer Stadtpolizei geschlossen zugestimmt. Damit findet eine zentrale Forderung der Freien Wähler, die den Prozess von Beginn an initiiert und mit fachlicher Expertise vorangetrieben haben, eine breite politische Mehrheit über alle Fraktionsgrenzen hinweg.
Der Kern des von den Freien Wählern eingebrachten Antrags sieht vor, die bisherige Hilfspolizei nicht lediglich umzubenennen, sondern sie durch eine umfassende Aufwertung in eine handlungsfähige Stadtpolizei zu transformieren. Dies umfasst gezielte Schulungsprogramme, erweiterte rechtliche Befugnisse und eine modernisierte Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist dabei die hohe Wirtschaftlichkeit des Vorhabens: Die einmaligen Kosten für die Umwidmung belaufen sich auf lediglich circa 10.000 Euro – eine im Verhältnis zum enormen Sicherheitsgewinn für die Bürger äußerst überschaubare Investition. Ziel ist es, den städtischen Kräften ein rechtssicheres und eigenständiges Eingreifen in kritischen Situationen zu ermöglichen und so das subjektive Sicherheitsempfinden nachhaltig zu stärken.
Ein starkes Signal für die Handlungsfähigkeit vor Ort
„Dass unser Antrag letztlich die einstimmige Zustimmung des gesamten Hauses gefunden hat, ist ein eindrucksvoller Beleg für die Qualität unserer Vorarbeit und ein starkes Signal für Bad Nauheim“, erklärt Michael Schmale, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und Einbringer des Antrags. „Wir haben keine Symbolpolitik betrieben, sondern eine Lösung für reale Probleme im Alltag präsentiert. Ein klassisches Beispiel ist der rücksichtslose E-Scooter-Verkehr im Kurpark: Während die Hilfspolizei hier bislang oft an rechtliche Grenzen stieß, wird die künftige Stadtpolizei die Kompetenz haben, Fahrzeuge anzuhalten und Personalien festzustellen. Das schafft Verbindlichkeit und stellt den nötigen Respekt gegenüber unseren Ordnungskräften wieder her.“
Bürgernähe und Professionalisierung als Leitbild
Auch der Fraktionsvorsitzende Matthias Lüder-Weckler sieht in dem Beschluss einen Meilenstein für die Stadtentwicklung: „Bad Nauheim wächst und zieht als bedeutender Gesundheits- und Tourismusstandort täglich tausende Besucher an. Damit steigen zwangsläufig die Anforderungen an die öffentliche Ordnung. Die Stadtpolizei ist die konsequente, pragmatische Antwort auf diese Entwicklung. Sie agiert bürgernah, ist direkt vor Ort präsent und arbeitet Hand in Hand mit der Landespolizei, ohne diese ersetzen zu wollen.“ Die Freien Wähler betonen dabei die wichtige Entlastungsfunktion: Durch die Übernahme kommunaler Ordnungsaufgaben durch die Stadtpolizei kann sich die Landespolizei stärker auf die Kriminalitätsbekämpfung konzentrieren.
Transparente Umsetzung in den Gremien
Die detaillierte Ausgestaltung hinsichtlich Ausbildungsinhalten, Ausrüstung und des künftigen Erscheinungsbildes wird nun in den zuständigen Fachausschüssen beraten. Die Freien Wähler werden diesen Prozess weiterhin eng begleiten, um eine transparente und verantwortungsvolle Umsetzung sicherzustellen. Für die Wählergemeinschaft ist klar: Die Stadtpolizei soll ein modernes Gesicht der Stadtverwaltung sein – kompetent, deeskalierend und konsequent im Handeln. „Unser Ziel war es, das Ordnungsamt nachhaltig zu stärken und Bad Nauheim als sichere und lebenswerte Stadt für alle Generationen zu erhalten“, resümieren Lüder-Weckler und Schmale. „Dass unser Impuls nun von allen Parteien als gemeinsames Ziel getragen wird, zeigt, dass sachbezogene Politik der Freien Wähler der richtige Weg für unsere Heimatstadt ist.“

Foto: Freie Wähler Bad Nauheim
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