Landrat Jan Weckler hat dieser Tage das Büdinger Heuson Museum besucht. Das erste Regionalmuseum in Hessen zeigt seit dem Frühjahr die Sonderausstellung „Die 70er Jahre – ein Lebensgefühl in Orange“.

Jan Weckler, selbst Kind der 70er Jahre, fühlte sich durch die Ausstellung in die eigene Kindheit versetzt. Viele Objekte, die auch in seinem Elternhaus standen, sind heute in vier Vitrinen liebevoll und nach Themen arrangiert. „Die bevorstehende Winterzeit ist eine gute Gelegenheit, auf Entdeckungstour durch unsere vielfältige Museumslandschaft zu gehen. Wir alle müssen jetzt auf Reisen und viele Ausflüge verzichten, das Sicherheitskonzept des Museums ist gut, das Heuson Museum ist auf jeden Fall einen Ausflug wert“, sagte Weckler.
Museumsleiter Joachim Cott berichtete von steigenden Besuchszahlen während der Pandemie. „Die Menschen erkennen, dass es auch bei uns noch viel zu sehen gibt. Die Besucherinnen und Besucher kamen überwiegend aus dem Rhein-Main Gebiet aber auch aus weiter entfernt liegenden Städten.“
Manches war noch bis kurz vor der Ausstellung in Benutzung
Die Exponate der Sonderausstellung kommen aus der ganzen Wetterau. Rund 20 Leihgeberinnen und Leihgeber haben auf ihren Dachböden gesucht oder im Wohnzimmerschrank gekramt. Manche Objekte waren sogar noch bis kurz vor Ausstellungsbeginn im täglichen Gebrauch. Fast Vergessenes findet man hier: den orangefarbenen Föhn, die Reisetrockenhaube, „Pez“–Pfefferminz aus dem Spender, das „Bonanza“-Rad, die Pocketkamera, den Kassettenrecorder und vieles mehr.
Spannend sind auch die 20 Plakate, die Susanne Cott gestaltet hat. Zu den Bildern kommen kurze Texte, bei denen die Besucherinnen und Besucher immer wieder ins Schwärmen und Erzählen kommen. „Ja, genau so war es!“ „Genau das ist unser Anspruch, die Ausstellung ist sehr kommunikativ und regt zum Austausch an, auch wenn das in Zeiten von Corona deutlich eingeschränkt ist“, sagt Susanne Cott.
Inventar wird digitalisiert
Museumsleiter Joachim Cott und die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Petra Lehmann-Stoll, haben noch große Ziele: Die im vergangen Jahr begonnene Renovierung des Museums soll sukzessive weitergeführt werden. Die Digitalisierung des Inventars steht bevor, mit dem besonders die Schulen angesprochen werden sollen. Schülerinnen und Schüler können dann die Exponate und das Wissen des Museums für den Unterricht nutzen, auch nach der Corona Pandemie. Auf dem youtube-Kanal des Wetteraukreises https://youtu.be/3emgUcOzoBY ist ein kurzer Film mit Einblicken in die Ausstellung zu sehen.
Öffnungszeiten des Heuson-Museums:
April bis September:
Dienstag und Donnerstag: 10 bis 12 Uhr
Dienstag bis Freitag: 14 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 bis 18 Uhr
Oktober bis März:
Dienstag und Donnerstag: 10 bis 12 Uhr
Dienstag bis Freitag: 14 bis 16 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 bis 17 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Foto: Landrat Jan Weckler mit Museumsleiter Joachim Cott.
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