Majunke (FW): "Bildungsoffensive gestalten"

Büdingen
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Bürgermeisterkandidat Ulrich Majunke (Freie Wähler) lobt die geplante Ausbildungs- beziehungsweise Einstellungsoffensive des Büdinger Magistrats im Bereich der Kindertagesstätten. Zwölf Anerkennungspraktikant(innen) und drei praxisintegrierte Ausbildungsstellen zum Beruf des Erziehers beziehungsweise Erzieherin möchte die Stadt Büdingen im kommenden Jahr anbieten.

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„Die Arbeitswelt steht in den nächsten zehn Jahren vor massiven Umbrüchen,“ so Majunke. Es kämen Veränderungen auf uns zu, die auch für die Stadt Büdingen als Arbeitgeber und den Service unserer Verwaltung schon jetzt von herausgehobener Bedeutung seien. In manchen Berufsfeldern stecken wir bereits mittendrin.

"Der Fachkräftemangel macht sich bereits akut im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher bemerkbar. Entwicklungen, die nicht auf Büdingen begrenzt sind. Zahlreiche Stellen bleiben unbesetzt, weil der Arbeitsmarkt praktisch ‚leergefegt‘ ist. Betreuungszeiten in den einzelnen Einrichtungen müssen teilweise verkürzt werden, um den Personalschlüssel zu erfüllen. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen müssen Magistrat, Stadtverordnete und die Fachbereichsleitungen gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die größere Zahl der Ausbildungsstellen ist hierzu ein erstes Instrument. Weitere Maßnahmen müssen allerdings folgen und hierbei sollten sämtliche Kommunen des ehemaligen Landkreiseses Büdingen und der Wetteraukreis als Schulträger eine Bildungsoffensive für den Beruf des Erziehers starten", schreibt Ulrich Majunke.

Ulrich Majunke erneuert seinen Vorschlag eines praxisintegrierten Ausbildungsganges an der Berufsschule in Büdingen. „Wir haben diesen Sachverhalt bereits vor drei Jahren angesprochen. Bisher müssen alle junge Erwachsene oder Jugendliche, die eine Ausbildungsstelle als Erzieherin oder Erzieher annehmen, in die Berufliche Schule nach Bad Nauheim. Meist findet die Ausbildung über Sozialassistenz hin zum Erzieher überwiegend in schulischer Form innerhalb von fünf Jahren statt. Erst im letzten Ausbildungsjahr, dem sogenannten Anerkennungsjahr, erhalten die angehenden Erzieher eine Vergütung." „Der Schwerpunkt muss stärker auf die dreijährige praxisintegrierte Ausbildung gelegt werden“, sagt Majunke.

"Von Anfang an wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt und damit die Attraktivität des Berufes maßgeblich gesteigert. Ein zweiter Punkt ist die angesprochene Entfernung nach Bad Nauheim. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Kurstadt sehr schlecht zu erreichen. Der Berufsschul-Standort Büdingen könnte diesen Nachteil für alle Kommunen im ehemaligen Landkreis Büdingen schließen. Zusätzlich würde auch die Berufsschule in Büdingen mit einem weiteren praxisintegrierten Ausbildungsgang gestärkt. Die Region Büdingen ist eine wachsende Region am Rand des Rhein-Main Gebietes. Diese Entwicklung muss man dringend berücksichtigen Hinzu kommt: Der Bedarf an Erzieherinnen und Erzieher, durch Veränderungen des Personalschlüssels und den sehr realistischen zusätzlichen Bedarf im Bereich der Ganztagesbetreuung an Schulen, wird erheblich zunehmen. In Anbetracht der aufgezählten Aussichten braucht es neue kreative Lösungen und diese gelte es jetzt schnell anzupacken und umzusetzen", heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Foto: Thomas Appel

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