Ein Blick hinter die Mauern des Klosters Engelthal

Schwester Eliabeth und Dominic Imhof vor der Restaurationswerkstatt des Klosters Engelthal Bildquelle: D. Imhof

Altenstadt
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Dominic Imhof, unabhängiger Bürgermeisterkandidat für Altenstadt, erhielt kürzlich die Gelegenheit, einen Blick in das verborgene Leben der Benediktinerinnengemeinschaft im Abtei Kloster Engelthal zu werfen. Inmitten der idyllischen Landschaft Altenstadts liegt dieses Refugium, das nicht nur ein Zuhause für 14 Schwestern bietet, sondern auch ein Ort der Erhaltung von Geschichte und Spiritualität ist.

Das Klosterleben ist geprägt von festen Ritualen wie den regelmäßigen Gebeten und Gottesdiensten, aber auch von einer bemerkenswerten Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Schwester Johanna enthüllte stolz die Restaurierungswerkstatt des Klosters, in der historische Kunstwerke mit meisterhafter Hingabe und Professionalität wieder zum Leben erweckt werden. Unter ihren geschickten Händen wurden schon Objekte aus dem 15. Jahrhundert wieder in ihren ursprünglichen Glanz versetzt. Eine weitere faszinierende Facette des Klosters ist das harmonische Zusammenspiel von Geschichte und Modernität in seinen Gemäuern. Gegründet im Jahr 1268 als Zisterzinerinnenkloster, aufgehoben im Jahr 1803, stand das Kloster jahrzehntelang leer, bis es im Jahr 1962 von den Benediktinerinnen feierlich wiederbelebt wurde. Schon im Jahr 1963 öffnete das Gästehaus im einstigen Äbtissinnenhaus seine Pforten, wurde 1967 durch das Obergeschoss erweitert, um bis zu 30 Personen Unterkunft und Verpflegung zu bieten. Dieser Ort dient vielen Besuchern als Rückzugsort, um dem hektischen Alltag zu entfliehen und zur inneren Ruhe zu finden.

Der 2010 erneuerte Klausurbereich, lichtdurchflutet und mit viel Glas gestaltet, sowie der Innenhof mit einem beruhigenden Brunnen laden dazu ein, zu verweilen und zu reflektieren. Doch hinter den ehrwürdigen Mauern des Klosters Engelthal machen sich auch die Veränderungen der Zeit bemerkbar. Schwester Elisabeth, die Äbtissin des Klosters, äußerte ihre Sorge über den schwindenden Zuspruch zur Kirche. Zwar ist das Gästehaus nach wie vor gut belegt, doch unbesetzte Pfarrstellen führen dazu, dass immer weniger Eucharistiefeiern in der Klosterkirche gehalten werden können. Unabhängig vom kirchlichen Geschehen wünscht Sie sich zudem eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, da Engelthal über keine direkte Busanbindung verfügt. 2 Dominic Imhof, angetrieben von dem Wunsch, positive Veränderungen in Altenstadt zu bewirken, versprach, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister, die Einführung eines vom Land Hessen geförderten Bürgerbusses in Altenstadt voranzutreiben. Dieser Bürgerbus würde nicht nur als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs dienen, sondern auch das Kloster Engelthal regelmäßig und zuverlässig anfahren, um die Verbindung zwischen dem spirituellen Zentrum und den umliegenden Ortsteilen und dem Bahnhof in Altenstadt zu stärken.

Imhof sieht zudem viel Potential darin, das Kloster mehr in die Gemeinschaft einzubeziehen. Auf dem Gelände stehen derzeit einige Objekte leer. Diese können unter Umständen einer anderen Nutzung zugeführt werden. Schwester Elisabeth führt hierzu aus, dass bereits die Angliederung eines Hospitz in Erwägung gezogen wurde, da ein solches im Wetteraukreis nicht vorhanden sei. Alternativ kann sich Imhof auch eine Kindertagesstätte auf dem historischen Gelände vorstellen, was seine Vorstellungen nach individuellen Betreuungsformen unterstreicht. Unabhängig von der zukünftigen sowie ergänzenden Nutzung bleibt das Kloster Engelthal nicht nur ein Ort der Besinnung und Spiritualität, sondern auch ein lebendiger Teil der lokalen Gemeinschaft, der mit den Herausforderungen der Zeit engagiert umgeht und sich für eine lebendige Zukunft einsetzt.



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