In der Schäferei ist Landwirtschaft und Naturschutz vereint

Bürgermeisterkandidat Sven Müller-Winter (links) im Gedankenaustausch mit Schäfer und Landwirt Thomas Etzel (rechts) beim Hüten von Merino-Schafen nahe Enzheim. Foto: CDU Altenstadt

Enzheim
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Altenstadt, 31. Mai 2024 – Der CDU-Bürgermeisterkandidat Sven Müller-Winter besuchte kürzlich Schäfer Thomas Etzel im Altenstädter Ortsteil Enzheim, einen der Letzten seiner Zunft in unserer Region. Thomas Etzel gab vor zehn Jahren seinen Beruf als Kfz-Meister auf, um sich voll und ganz der Schäferei zu widmen. Mit 450 Merino-Mutterschafen und vielen Lämmern führt Thomas Etzel in der neunten Generation eine Tradition in seiner Familie fort.

Die Schafe von Thomas Etzel sind nicht nur Nutztiere, sondern auch Bewahrer der Natur. Durch das Weiden, insbesondere auch in unseren Naturschutzgebieten und von Streuobstwiesen, werden die Wiesen geschützt, gepflegt und gedüngt. Zugleich tragen die Schafe auf ihrer Wolle und mit ihren Klauen Pollen und Samen weiter und leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Mit der Wolle der Merinoschafe sei allerdings fast kein Geld mehr zu verdienen, obwohl sie ein wunderbares natürliches Dämmmaterial sei und auch als Langzeitdüngemittel eingesetzt werden kann.

Nur die kalte Jahreszeit verbringen die Schafe im Stall. Den Großteil des Jahres ernähren sich die Schafe auf den saftigen Weiden rund um Lindheim, Enzheim, Heegheim und Glauberg. Mit Hingabe verbindet Thomas Etzel mit seinen Schafen und Hütehunden Landwirtschaft und Naturschutz. Hiervon konnte sich Bürgermeisterkandidat Sven Müller-Winter überzeugen, als er bei wunderbar sonnigem Wetter für einige Zeit Thomas Etzel beim Hüten der Schafe nahe Enzheim begleitete. 

Während der Wanderung mit den Schafen kamen verschiedene Themen zur Sprache, darunter die drängende Frage des Schutzes vor großen Beutegreifern, wie dem Wolf. Thomas Etzel erklärte den hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand für wirksame Maßnahmen zum Schutz seiner Herde, darunter der Einsatz von Wachhunden sowie das Aufstellen hinreichend hoher, stabiler und zugleich versetzbarer Zäune.

Ein weiteres Thema im gemeinsamen Gespräch, war die belastende Bürokratie, der sich Landwirte wie Thomas Etzel gegenübersehen. Etzel äußerte den Wunsch nach Erleichterungen, um mehr Zeit für die Pflege seiner Tiere aufbringen zu können, anstatt sich mit bürokratischen Hürden auseinandersetzen zu müssen.

Trotz dieser Herausforderungen betonte Etzel die unumgängliche Verbindung zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Er begrüßte daher die Idee des Bürgermeisterkandidaten Sven Müller-Winter regelmäßig gemeinsame Gesprächsrunden zwischen Landwirten, Naturschutzverbänden und Gemeindeverwaltung zu organisieren. Ziel dieser Dialoge soll es sein, gemeinsame Maßnahmen und Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt in Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu fördern und voranzutreiben.

Umwelt- und Naturschutzverbänden, Landwirte, Jagdpächter und Imker leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und Schutz der Naturräume. Dieses Engagement will Sven Müller-Winter fördern und unterstützen, um gemeinsam unseren Kindern und Enkelkindern gesunde Böden, sauberes Trinkwasser sowie eine vielfältige artenreiche Natur zu hinterlassen.



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