Energiesparen – auch in Corona-Zeiten

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Was macht eigentlich die Initiative „Wetterau macht´s effizient“, zu der sich 2018 mehrere Partner zusammengeschlossen haben, um Unternehmen und Kommunen in Sachen Energieeffizienz unterstützend zur Seite zu stehen? Im Interview erklären Johanna Dunez von der Energieberatung OVAG und Bernd-Uwe Domes von der Wirtschaftsförderung Wetterau, wie die Arbeit sich während der Pandemie verändert hat, wer die Unterstützung in Anspruch nimmt und was als nächstes geplant ist.

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Man könnte davon ausgehen, dass in Corona-Zeiten die Nachfrage und die Bearbeitung der Nachfragen stark nachgelassen haben.
Bernd-Uwe Domes: "Ja, dem ist so. Mit Beginn der Pandemie wurden viele Pläne in den Betrieben zunächst zurückgestellt. Themen wie Energieeffizienz rückten in den Hintergrund. Dennoch zeigt sich gerade in der Krise, wie wichtig es ist, den Betrieb in die Zukunft zu planen und kontinuierlich in die Entwicklung zu investieren. Für das Thema Energieeffizienz im Unternehmen können erhebliche Fördergelder in Anspruch genommen werden, um in Effizienzmaßnahmen zu investieren und Kosten zu senken. Das rechnet sich."
Johanna Dunez: "Im betrieblichen Bereich gingen die Anfragen mit Beginn der Pandemie deutlich zurück. Mittlerweile ist das wieder ausgeglichen, die Unternehmen rücken die Einsparungen wieder stark in den Vordergrund ihrer Überlegungen. Wir dürfen außerdem feststellen, dass im privaten Bereich der Beratungsbedarf in dieser Zeit stark gewachsen ist."

Worauf führen Sie das zurück?
Dunez:
"Es könnte daran liegen, dass viele Menschen aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten – Urlaub, Gastronomie, Kultur – mehr Geld zur Verfügung hatten und haben und dieses Geld in die Energieeinsparung in den eigenen vier Wänden investieren möchten. Was ja nicht nur der Umwelt, sondern letztlich dem eigenen Geldbeutel zu Gute kommt. Sicherlich sind die Menschen bei dieser Thematik sensibler geworden."

Wie muss man sich Ihre Arbeit in dieser Zeit vorstellen?
Domes: "Mailings und Briefe, die auf unsere Initiative hinweisen und für das Energiesparen werben, haben wir nach wie vor verschickt. Denn es bestand die Gefahr, dass aufgrund des überragenden Themas Corona das so wichtige Thema Energieeffizienz bei vielen Menschen aus dem Blickpunkt gerät – was in gewisser Weise sogar verständlich ist. Aber das wollten wir damit verhindern. Auch Beratungsgespräche haben wir weiterhin geführt.

Wie haben Sie in dieser Zeit die Beratung bewältigt?
Dunez: "Nach einem Auftaktgespräch, das auch online stattfinden konnte, haben meine Kollegen und ich wichtige Punkte auch online klären können, wenn uns entsprechende Daten und Fakten vorgelegt wurden, um am Ende hilfreiche Empfehlungen machen zu können. Auch Rückfragen während der Auswertung von Daten konnten wir zeitnah über Video- bzw. Telefonkonferenzen klären. Wenngleich natürlich nichts über eine direkte Begehung der entsprechenden Räumlichkeiten und Objekte geht. Aber mehr und mehr ist das ja nun wieder möglich - natürlich immer unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene-Richtlinien."

Wie verteilen sich die Anfragen, die Sie erreichen?
Domes: "Hauptsächlich erreichen uns Anfragen von Unternehmen jeglicher Größe. Aber auch für kommunale Einrichtungen in der Wetterau stehen wir gerne als Ansprechpartner zur Verfügung."
Dunez: "Die Zusammenarbeit mit denen, die Beratung wünschen, ist für uns enorm wichtig. Es liegt uns am Herzen, dass sich unsere Partner, denen an der Energieeffizienz gelegen ist, schlichtweg wohlfühlen und dass wir gemeinsam mögliche Risiken beseitigen."

Was sind die vorrangingen Ziele der Initiative „Wetterau macht´s effizient“?
Domes: "Nach wie vor für die Möglichkeiten der nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs in Unternehmen und in kommunalen Einrichtungen zu werben, in diesem Zusammenhang auf die gesetzlichen Vorgaben und Innovationspotenziale hinzuweisen und das Bewusstsein weiter zu steigern, wie wichtig Energiesparen und Klimasensibilität sind."
Dunez: "In der Praxis bedeutet das für uns, die vorhandenen Anlagen unter die Lupe zu nehmen, auf Herz und Nieren zu prüfen und den Kunden konkrete Vorschläge zu machen, wie und wo sie Energie und damit einhergehend Kosten sparen können. Verbunden mit Hinweisen zu möglichen Förderprogrammen und ggf. zu Steuerentlastungen. Diese Optionen sind nicht jedermann bekannt."
Domes: "In diesem Zusammenhang möchten wir auf unser 3. Fach-Forum „Klimawandel und Energiewende gehen uns alle an“  am 1. September in Rosbach hinweisen. Neben Informationen zur Initiative und Beispielen für Energieeffizienz in der Praxis wird der bekannte TV-Moderator und Wissenschaftsjournalist Thomas Ranft zur Frage sprechen: 'Klima.Wandel. Können wir es schaffen?'"

Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Plätze in der Rosbacher Adolph-Reichwein-Halle bereits ausgebucht. Interessierte haben aber die Möglichkeit, die Veranstaltung am 01. September ab 18:30 Uhr über einen Live-Stream auf dem YouTube- oder Facebook-Kanal der Stadt Rosbach v.d.H. zu verfolgen. Diesen findet man unter dem Link www.youtube.com/c/StadtRosbachvdH

Weitere Informationen unter www.wetterau-machts-effizient.de

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