VCD ruft zur Meldung von Gefahrenstellen auf

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Schlechte Sicht, zu schnell fahrende Autos und fehlende Radwege: Der ökologische Verkehrsclub VCD und die Initiative für sichere Straßen rufen Familien auf, gefährliche Stellen auf dem Schulweg ihrer Kinder, Enkelkinder oder Geschwister in eine Deutschlandkarte einzutragen.

Die Ergebnisse werden auf Bundes- und Landesebene ausgewertet, um Risiken sichtbar zu machen und für entsprechende Bereinigungen und Lösungen zu sorgen. Anfang Juni startete die Aktion „Sicherer Schulweg“ und die Initiative für sichere Straßen. Bis Ende Juli können Eltern, Schüler und andere Interessierte risikoreiche Orte auf einer virtuellen Deutschlandkarte eintragen.

Die Karte ist auf der Startseite der VCD Homepage zu finden, www.vcd.org/startseite.

Die Daten werden anschließend anonym ausgewertet, eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist für September geplant. Damit möchten die Verbände auf Missstände in der Verkehrspolitik aufmerksam machen, Veränderungen vor Ort anstoßen und Reformen auf Bundesebene anmahnen. Denn von sicheren Schulwegen und einem kindgerechten Verkehrssystem profitieren wir alle!


Christoph Winterberg vom VCD Wetterau/Vogelsberg :„Kein Kind sollte Angst haben müssen, zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu kommen. Jede gemeldete Gefahrenstelle ist ein Schritt hin zu sicheren Wegen. So kann jeder helfen, Risiken aufzuzeigen und politischen Druck für die nötigen Veränderungen aufzubauen. Unsere Kinder brauchen sichere Schulwege – und die Politik muss handeln.“

Wer einen gefährlichen Wegabschnitt melden möchte, kann zwischen verschiedenen Gefahrenarten wählen, z.B. „unübersichtliche Stelle“, „schlechte Straßenverhältnisse“ oder „Fehlverhalten durch Fahrer“. Anschließend ist anzugeben, wer gefährdet wird: Zufußgehende oder Radfahrende. Im nächsten Schritt kann dann noch je nach Gefahrenart der Gefahrenauslöser bestimmt werden, also etwa eine Sichteinschränkung oder zu hohes Tempo.

Alle gemeldeten Gefahrenstellen fließen gemeinsam mit weiteren Faktoren wie etwa Unfalldaten und Daten aus Fahrzeugen in das von der Initiative entwickelte Schulweg-Routing ein Mit der virtuellen Gefahrenkarte schaffen der VCD und die Initiative für sichere Straßen eine starke Grundlage, um konkrete Missstände sichtbar zu machen und politische Veränderung anzustoßen. Denn sichere Schulwege sollten selbstverständlich sein! Jetzt sind alle beteiligten Schüler, Eltern, Lehrkräfte und alle Interessierten aufgerufen, diese Karte mit Leben zu füllen. Denn nur mit einer ausreichenden Datenmenge können die politisch Verantwortlichen vom schnellen Handeln überzeugt werden.



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