Wirksam handeln gegen Gewalt in Partnerschaften

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Gewalt in Partnerschaften ist weit verbreitet, wird jedoch nur selten zur Anzeige gebracht. Um Fachkräfte für den Umgang mit entsprechenden Hochrisikofällen zu schulen, laden der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises und der Runde Tisch „Häusliche Gewalt im Wetteraukreis“ gemeinsam zu einem Fachtag am 16. April 2026 ins Kreishaus am Europaplatz in Friedberg ein.

Die aktuelle Dunkelfeldstudie „LeSuBiA“ (Lebenssituation Sicherheit und Belastung im Alltag) hat gezeigt, dass die tatsächliche Häufigkeit geschlechtsspezifischer Gewalt deutlich höher ist, als bislang angenommen. Die Daten erhob eine geschlechterübergreifende Bevölkerungsbefragung zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamts.

Die Veranstaltung im Kreishaus wird nun einen Überblick zum Thema Hochrisikomanagement in Fällen häuslicher Gewalt geben. Neben einer Definition und rechtlichen Einordnung des Begriffs Hochrisikomanagment stehen Vorträge von Fachkräften zu verschiedenen Themenaspekten im Mittelpunkt. So befasst sich Sophia Berlin vom Interventionszentrum gegen häusliche Gewalt in Landau/Pfalz mit dem Hochrisikomanagement in Fällen häuslicher Gewalt in Rheinland-Pfalz. Ruth Eismann, Opferschutzbeauftragte im Polizeipräsidium Mittelhessen, stellt das polizeiliche Vorgehen bei häuslicher Gewalt vor. Anschließend bieten interaktive Workshops Raum für Austausch, Kooperation und die gemeinsame Entwicklung eigener Ansätze für den Wetteraukreis.

Die Veranstaltung orientiert sich an der Istanbul-Konvention des Europarats, die die Vertragsstaaten etwa dazu verpflichtet, Risiken zu identifizieren und koordinierte Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

„Häusliche Gewalt ist kein Problem bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, sie kann jeden betreffen. Nur durch enge Zusammenarbeit von Behörden, Polizei und Fachberatungsstellen lassen sich Hochrisikofälle effektiv verhindern. Der interdisziplinäre Fachtag im Kreishaus hat den Schutz gefährdeter Bürgerinnen und Bürger zum Ziel, insbesondere auch mitbetroffener Kinder in der Wetterau, indem er mit dieser Thematik befasste Fachkräfte schult und sensibilisiert“, erklärt Landrat Jan Weckler.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus dem Wetteraukreis, die in diesem Gebiet tätig sind. Eine Anmeldung ist kostenfrei.

Veranstaltungsübersicht

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung findet man im Internet auf der Seite https://www.wetteraukreis.de/frauenseiten/aktuelles , hier findet man auch den Link zur Anmeldung. Für Rückfragen kann man sich direkt an den Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises wenden, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon (06031) 83-5301.



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