Die CDU-SPD-Koalition im Kreistag hat mitgeteilt, dass sie dem Tierheim Wetterau einen Investitionszuschuss von max. 500.000 € geben will. Damit sollen die Kosten für eine Wildvogelauffangstation übernommen und eventuell noch die dringend notwendige Sanierung des Tierheims unterstützt werden.
Die Fraktion der GRÜNEN begrüßt vom Grundsatz her diese Ankündigung. Endlich gibt es damit nach fast vier Jahren Diskussion einen konkreten Beschlussvorschlag. GRÜNEN-Kreistagsabgeordneter Marcus Stadler erinnert an den Werdegang des jetzt vorliegenden Vorschlags: “Bereits 2021 haben wir GRÜNE den Kreisausschuss aufgefordert, Mittel für die Sanierung in angemessener Höhe im Haushaltsplan bereitzustellen. Geld gab es keines, aber wenigstens wurde seinerzeit der Vorsitzende des Trägervereins in die Kreistagsgremien eingeladen. Zudem wurde ein etwas vager Beschluss gefasst. Demnach sollte der Trägerverein zuerst Planungsunterlagen vorlegen und danach der Kreis gemeinsam mit ihm und den Mitgliedskommunen des Vereins Möglichkeiten der Finanzierung erörtern. Danach sei dann über „die Höhe einer eventuellen Beteiligung des Wetteraukreises auf freiwilliger Basis eine Einigung zu erzielen“.“
Trotz steter Nachfragen seitens der GRÜNEN-Fraktion passierte erst mal nicht viel. Ein Antrag für den Haushalt 2022/23 zur Schaffung eines neuen Investitionspostens "Zuschuss Sanierung Tierheim Wetterau" wurde abgelehnt. Im Herbst 2024 bekräftigten CDU und SPD nochmals, dass erst nach Vorlage von Planunterlagen und Kostenermittlungen Finanzmittel für die Beseitigung der Mängel der Wildtierauffangstation bereitgestellt würden. „Allerdings“, so Marcus Stadler, „sollten investive Mittel in den Haushalt 2025 eingestellt werden. Was dann allerdings unterblieb.“
Was die Ankündigung der Koalition unterm Strich wert ist, muss sich nach Ansicht der GRÜNEN erst noch zeigen. Marcus Stadler fragt: „Sind eine neue Wildvogelauffangstation und ein saniertes Tierheim ausreichend? Notwendig aus unserer Sicht wäre die Gesamtplanung einer energetisch optimierten Anlage, die auch die dringend notwendige Auffangstation aller Wildtierarten umfasst. Zudem macht die Koalition den Zuschuss von einer gesicherten Gesamtfinanzierung abhängig - und erwähnt gleichzeitig die angespannte Finanzlage der Kommunen.
Was also passiert, wenn nicht alle mitmachen (können) und die Gesamtfinanzierung nicht steht? Für uns GRÜNE ist das keine Option. Die Sanierung des Tierheims ist längst überfällig. Deshalb wäre auch ein schrittweises Vorgehen eine bessere Option als die Sanierung mit Bedingungen zu befrachten." Dementsprechend werden sich die GRÜNEN in die Diskussion um den Vorschlag der Koalition einschalten. „Dennoch“, so Marcus Stadler, „ist es gut, dass endlich was einigermaßen Konkretes auf dem Tisch liegt.“

TIERSCHÜTZER UND ABGEORDNETER DER GRÜNEN MARCUS STADLER MIT EINEM SEINER SCHAFE
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