A5: Schummelei beim Drogentest fliegt auf

Blaulicht
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Fast hätte es gekracht, als am Montag (22.3.) ein Zivilfahrzeug der Autobahnstation über die B661 aus Frankfurt kommend auf die A5 in Richtung Norden auffahren wollte. Dort im Kurvenbereich der Zufahrt stand ein Mercedes Benz auf der Fahrbahn. Der Fahrer des Fahrzeuges fuhr schließlich extrem langsam weiter und stieß mit dem Auto der Ermittler fast zusammen.

Letztlich konnte der Mann am Steuer des BMW offenbar die Fahrspur nicht halten und setzte keinen Blinker. Die Polizisten schalteten das rote LED-Signal "Polizei bitte folgen" und das Blaulicht ein und unterzogen Fahrzeug und Fahrer einer sofortigen Kontrolle auf einem nahegelegenen Parkplatz. Hinter dem Steuer trafen die Zivilpolizisten einen 42-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis an. Der Mann hatte die Rückenlehne des Fahrersitzes so weit nach hinten gekippt, dass er fast wie in einem Liegestuhl lag. Während des Gesprächs mit dem Fahrer, drängte sich den Ermittlern der Eindruck auf, der Mann könne unter Drogeneinfluss stehen. Mit einer Urinprobe erklärte er sich einverstanden, versuchte jedoch zu tricksen.

Aus der Jackentasche fingerte er ein kleines Fläschchen heraus, mit dessen Inhalt er den Teststreifen benetzen wollte. Das Täuschungsmanöver fiel auf. Reumütig gab er zu, dass die Flasche "sauberen Urin" vom Arbeitskollegen enthalte. Der Test mit seinem eigenen Urin fiel denn auch erwartungsgemäß positiv aus und wies auf den Konsum von Kokain hin. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Autobahnpolizisten eine Spritze mit frischen Blutanhaftungen.

Sie gehen daher davon aus, dass der Fahrer kurz vor der Kontrolle Drogen konsumierte. Auch weitere Betäubungsmittel fanden sie im Fahrzeug. Der 42-Jährige begleitete die Ermittler zur Wache, wo ein Arzt ihm Blut entnahm. Kraftfahrzeuge darf er nun erst mal nicht mehr fahren, sein Führerschein ist sichergestellt.

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