Wetteraukreis: 11.500 EUR Schaden nach WhatsApp-Betrugsmasche

Blaulicht
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"Hallo Mama, hallo Papa, das hier ist meine neue Nummer..." - In dieser Art und Weise verschicken Betrüger immer wieder SMS, verbunden mit der Bitte, mit dem angeblichen Sohn oder der angeblichen Tochter unter der neuen Nummer über den Messenger WhatsApp Kontakt aufzunehmen.

Was folgt ist in der Regel eine kurze Erklärung, weshalb man eine neue Handynummer oder gar ein neues Handy besitzt und daran anschließend die Schilderung einer kurzfristigen Notlage. Weil beispielsweise auf das Onlinebanking durch den Wechsel des Handys nicht mehr zugegriffen werden könne, werden die Angeschriebenen gebeten, fällige Rechnungen dringend und am besten per Sofortüberweisung zu übernehmen. Verbunden wird die Bitte mit dem Versprechen, das Geld zeitnah zurückzuzahlen, wenn man wieder auf das eigene Konto zugreifen könne. Wie bei anderen Betrugsmaschen auch, appellieren die Täter dabei an die Hilfsbereitschaft der Opfer gegenüber Familienangehörigen. Durch angeblich dringend zu begleichende Zahlungen, da sonst Mahngebühren oder Zusatzkosten fällig würden oder ein besonderes Angebot nicht mehr verfügbar wäre, erhöhen die Betrüger den Druck auf die Opfer. Dadurch wollen die Kriminellen verhindern, dass man sich rückversichert und auf anderen Wegen versucht Kontakt zu den Angehörigen aufzunehmen, für die sich die Täter ausgeben.

Die in der Regel geforderte Sofortüberweisung macht es zudem fast unmöglich das Geld nach dem Durchschauen der Betrugsmasche wieder zurückzuholen. Eine ähnliche Nachricht erhielt im Laufe der Woche ein 70-jähriger Mann aus dem östlichen Wetteraukreis. Diesen forderten die Betrüger, die sich als Tochter des Mannes ausgaben, im Zuge der Kommunikation über WhatsApp zu mehreren Zahlungen für angeblich offene Rechnungen auf. Insgesamt überwies der Mann 11.500 EUR an verschiedene Konten. Die Polizei rät dazu, auf SMS dieser Art nicht zu reagieren, sie zu löschen und die Rufnummer zu blockieren. Treten Sie persönlich mit der Person in Kontakt, von der die Nachricht angeblich stammt. Kommunizieren Sie dabei nicht über die Absendenummer der SMS. Überprüfen Sie, ob die alte, ihnen bekannte Nummer wirklich nicht mehr zu erreichen ist. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie über WhatsApp oder andere Messenger um Geldüberweisungen gebeten werden. Ziehen Sie Vertrauenspersonen hinzu und tauschen sich aus. Besprechen Sie innerhalb der Familie, auf welchen Wegen Sie kommunizieren, sollte tatsächlich einmal eine Notlage eintreten.



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