In einem Artikel der Wetterauer Zeitung über die letzte Vollversammlung der IHK Gießen-Friedberg wurde Ottmar Lich, ehemaliger Kreisbeigeordneter im Wetteraukreis und Geschäftsführer der Städtebau-Lich GmbH, im Zusammenhang mit den Diskussionen zum Regionalen Flächennutzungsplan mit den Worten zitiert: „Die Hamster zahlen keine Steuern."
Die Aussage von Ottmar Lich stimmt: "Christian Stengel", Mitglied der Rosbacher Grünen dazu: "Feldhamster sind lausige Steuerzahler. Sie buddeln tiefe Löcher, weigern sich standhaft, Gewerbesteuer abzuführen, und sabotieren scheinbar mühelos die Zeitpläne der Bauwirtschaft."
Dass Lich ausgerechnet als Geschäftsführer der Städtebau-Lich GmbH die Schuld für verzögerte Bauprojekte auf ein 20 Zentimeter großes Nagetier schiebt, entbehrt dabei nicht einer gewissen Komik. Wer hauptberuflich Flächen für Investoren und Kommunen baureif plant, sollte das kleine Einmaleins des europäischen Artenschutzes eigentlich beherrschen, statt darüber zu polemisieren.
Denn wenn bei der Projektentwicklung zwingende Umweltprüfungen zu spät berücksichtigt werden, rächt sich das unweigerlich beim Baufortschritt. Die Tiere waren schließlich zuerst da – und sie haben glücklicherweise ihre Lobby nicht nur in Brüssel.
Feldhamster stehen dabei auch stellvertretend für die Lebensgemeinschaft unserer Ackerfluren. Dazu zählen am Ende auch wir Menschen, die auf die wertvollen Böden der Wetterau für unsere Ernährung angewiesen sind. "Für einen sorglosen Umgang mit diesen heimischen Ressourcen zahlen am Ende alle – auch kommende Generationen mit ihren Steuergeldern," schlussfolgert Thomas Zebunke, Co-Kreissprecher der Wetterauer Grünen.

Christian Stengel

Thomas Zebunke
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