Angesichts der jüngsten Ausführungen des Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt und der Ergebnisse der zweiten Evaluierung zur Cannabis-Teillegalisierung, die der Bundesdrogenbeauftragte jetzt vorgelegt hat, fordert die Senioren-Union der CDU im Wetteraukreis ein Verbot von Onlineverschreibungen für Medizinalcannabis sowie eine strikte Regulierung bis hin zum Verbot des Versandhandels mit Cannabisprodukten.
Hier habe sich gezeigt, dass ein erheblicher Missbrauch zur Befriedigung reiner Konsumzwecke betrieben würde. „Die geschilderten Entwicklungen bestätigen aus Sicht der Senioren-Union eine besorgniserregende Fehlentwicklung: Medizinalcannabis droht zu einem leicht verfügbaren Lifestyle-Produkt zu werden, dessen Risiken unterschätzt werden“, sagt Kreisvorsitzende Gerhard Bennemann.
Ärztliche Erfahrungen und internationale Entwicklungen zeigen jedoch, dass steigender Konsum mit erheblichen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen verbunden ist. Besonders kritisch sehe er die Praxis der Onlineverschreibung ohne persönlichen Arztkontakt. Sie unterläuft die notwendige ärztliche Kontrolle und öffnet Missbrauch Tür und Tor. „Wir dürfen nicht zulassen, dass aus einem Medikament ein Konsumgut wird. Ich appelliere an die Befürworter der Cannabislegalisierung, die aktuellen Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und umzudenken. Der Schutz der Gesundheit und der Jugendlichen muss Vorrang haben“, so Bennemann, bei dem Gesetz sei die Suchtprävention auf der Strecke geblieben.
Die Senioren-Union im Wetteraukreis fordert deswegen eine Rückkehr zu einer restriktiven und me dizinisch verantwortbaren Verschreibungspraxis.
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