Ein Altersbericht ohne Altenbeteiligung

Politik
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Den 9. AltersbericÍht der Bundesregierung kritisiert die Senioren-Union im Wetteraukreis. Es handele sich um als „Ein Altersbericht ohne Alte“ und fordert mehr Beteiligung der Betroffenen nach dem Prinzip „Nichts über uns ohne uns“. Wenn Teilhabe nur am Rand stattfinde, gehe wichtige Kompetenz verloren.

Gleichzeitig wird der Bericht als wichtiger Beitrag zur Analyse der Lebenssituation älterer Menschen gewürdigt. Er beschreibt zentrale Herausforderungen des demografischen Wandels, etwa die steigende Zahl Hochaltriger, veränderte Lebensverläufe und die Bedeutung gesellschaftlicher Teilhabe. „Der Bericht zeigt, wie der demografischen Wandel unsere Gesellschaft verändert: Die Zahl hochaltriger Menschen wächst, der Pflegebedarf steigt und gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass ältere Menschen weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Alterspolitik ist deshalb immer auch Gesellschafts- und Generationenpolitik“, erklärt der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Gerhard Bennemann. Positiv sei festzustellen, dass aktives und selbstbestimmtes Altern, das Engagement älterer Menschen sowie mehr Aufmerksamkeit für Einsamkeit und Diskriminierung hervorgehoben werden. Zugleich fordert die Senioren-Union Verbesserungen bei Mobilität, Pflege, Gesundheitsversorgung und barrierefreiem Wohnen. „Entscheidend ist, dass Politik sich auf die realen Lebensfragen älterer Menschen konzentriert“, betont Bennemann.

„Wir brauchen eine Politik, die Generationengerechtigkeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe im Alter gleichermaßen stärkt. Durch ein generationenübergreifendes Engagement, wie durch Vorlesepaten oder als „Leihgroßeltern“ kann älteren Menschen gezeigt werden, dass sie noch in der Gesellschaft gebraucht werden. Die so erfahrene Wertschätzung erleichtert die regelmäßig mit dem Altern verbundenen Erschwernisse und sorgen dafür, dass das Leben lebenswert bleibt. Wie wollen, dass diese Themen stärker in den Blick genommen werden und gehen davon aus, dass wir dazu künftig mehr gehört und beteiligt werden.“



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