Weg frei für tragfähige Lösung beim Tierheim Wetterau

Politik
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Die CDU-Fraktion begrüßt den jüngsten Beschluss im Wetterauer Kreistag, die bisherigen Neubauplanungen für das Tierheim Wetterau einer umfassenden Überprüfung zu unterziehen und kostengünstigere Alternativen zu prüfen. Angesichts der intensiven Diskussionen in den Wetterauer Kommunen und der angespannten Haushaltslage sei eine solche Neubewertung „ein notwendiger und verantwortungsvoller Schritt“, erklärt Fraktionsgeschäftsführerin Rebecca Menzel.

Das Tierheim Wetterau übernimmt seit vielen Jahren die Fundtierbetreuung für 22 von 25 Kommunen im Kreis. Das bestehende Gebäude ist in die Jahre gekommen, ein Neubau gilt als unausweichlich. Die zuletzt bekannt gewordenen Kosten hatten jedoch zahlreiche Mitgliedskommunen vor große Herausforderungen gestellt. Die Stadt Reichelsheim sah sich in diesem Zusammenhang sogar zum Austritt aus dem Verbund veranlasst, weitere Kommunen haderten.

„Das Tierheim ist eine unverzichtbare Einrichtung für den Tierschutz in unserer Region“, betont Menzel und weiter: „Gerade deshalb müssen wir eine Lösung finden, die sowohl den Tierschutz dauerhaft gewährleistet als auch die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Kommunen respektiert.“

Der Tierheim-Vorstand hatte Anfang Januar beschlossen, die Planungen neu auszurichten, zwei zusätzliche Architekturbüros einzubinden und einen Wirtschaftsprüfer mit der Entwicklung einer tragfähigen Rechts- und Finanzierungsstruktur zu beauftragen. Außerdem soll eine hauptamtliche Tierheimleitung eingestellt werden, um die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder zu entlasten und professionelle Strukturen zu schaffen. Die CDU-Fraktion unterstützt diese Maßnahmen ausdrücklich. „Die neuen Schritte sorgen für Transparenz, Professionalität und finanzielle Vernunft“, so Menzel. „Es ist außerdem richtig, den Prozess im Verein und damit bei den kommunalen Trägern, also den Städten und Gemeinden, zu belassen. Tierschutz ist eine wichtige Aufgabe, die die Kommunen am besten gemeinsam und miteinander erfüllen können."

Gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner SPD hat die CDU einen Änderungsantrag in den Kreistag eingebracht, der die Vorschläge des Tierheim-Vorstands aufgreift und die rechtssichere und zukunftsfähige Fortführung des Tierheims absichert. In einer Sitzungsunterbrechung verständigten sich CDU, SPD, FDP und Freie Wähler auf weitere Ergänzungen: Der Kreisausschuss soll gemeinsam mit dem Vorstand aktiv das Gespräch mit allen Wetterauer Kommunen suchen. Außerdem sollen die Tierheimträger im Kreisgebiet über mögliche Kooperationen beraten.

Der Wetteraukreis übernimmt weiterhin finanzielle Verantwortung: Neben der Finanzierung der Wildvogelauffangstation stellt der Kreis bis zu 500.000 Euro zur Unterstützung der Gesamtkosten bereit. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung des Tierheims.



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