Lisa Gnadl (SPD): Hebammenversorgung und Geburtshilfe stärken

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Zum heutigen Welthebammentag fordert die Wetterauer Landtagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Lisa Gnadl, Hebammen sowie die gesamte Geburtshilfe besser zu unterstützen: „Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen für die Hebammen und bedarfsgerechte Strukturen der Geburtshilfe, damit sich werdende und frischgebackene Eltern auf ein leistungsfähiges System der Geburtsvorbereitung und -nachsorge verlassen können“, so Gnadl.

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Schwarz-grün in Hessen habe es in diesem Feld leider bislang bei Ankündigungen belassen, während konkrete Verbesserungsmaßnahmen bisher fehlten. „Der hessische Sozialminister Kai Klose von den Grünen darf das aber nicht länger tatenlos aussitzen, denn es geht zu Lasten eines guten Geburtshilfeangebots in Hessen. Wir erleben den Wegfall von Geburtshilfeabteilungen und einen Mangel an Hebammen in der klinischen Geburtshilfe. Werdende Eltern brauchen schon viel Glück, um eine Hebamme oder einen Endbindungspfleger zu finden“, so die SPD-Abgeordnete.

Gnadl fordert eine belastbare Ermittlung des Bedarfs sowie eine Veröffentlichung des realen hessischen Betreuungsschlüssels, also der Angabe, wie viel Zeit Hebammen und Endbindungspfleger einer gebärden Frau und ihrem Neugeborenen widmen können. „Eine verlässliche Angabe des Betreuungsschlüssels würde auch etwas über die Betreuungsqualität der Geburtsvorbereitung in Hessen aussagen, schließlich brauchen frische Eltern und ihre Neugeborenen besonders viel Unterstützung. Als dreifache Mutter weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig dies ist. Dass in Hessen, anders als in anderen Bundesländern, diese Zahlen nicht veröffentlicht werden, lässt nichts Gutes vermuten“, so Lisa Gnadl. Dabei sei eine flächendeckende Hebammenversorgung in Hessen und auch im Wetteraukreis so wichtig.

Gnadl mahnt entschlossene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an: „Wir benötigen in Hessen zusätzliche Ausbildungsplätze für Hebammen und Entbindungspfleger, sie sollten in der klinischen Geburtshilfe von fachfremden Tätigkeiten entlastet werden, um sich stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, und wir brauchen in Hessen endlich das lange angekündigte, aber bisher noch nicht eingeführte Hebammengeld. Konkrete Vorschläge liegen also auf dem Tisch, bei CDU und Grünen fehlt aber offensichtlich der politische Wille, die Vorschläge auch umzusetzen“, so Gnadl.

Hintergrund:
Der Internationale Hebammentag wird seit 1991 immer am 5. Mai begangen, um Hebammen und ihre Arbeit zu würdigen und auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen. Die Idee zum Internationalen Hebammentag wurde erstmals auf dem Internationalen Hebammenkongress 1987 in den Niederlanden vorgestellt.

Foto: Peter Jülich

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