THM: Gesundheit - gute Beispiele für alle abschauen

Die Masterstudierenden besuchen nicht nur die Hessische Staatskanzlei in Wiesbaden, sondern stellen Europaexperten auch Ideen vor, wie die Gesundheitsversorgung in der EU verbessert werden kann. Foto: THM

Politik
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Wie können die europäischen Gesundheitssysteme verbessert und beispielsweise dem Ärztemangel entgegengewirkt werden? Studierende des Masterstudiengangs Public Health an der THM haben Experten der hessischen Landesvertretung in der EU ihre Ideen zu insgesamt vier Schwerpunkten präsentiert.

Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong vom Fachbereich Gesundheit hatte die Verbesserungsvorschläge für die europäischen Gesundheitssysteme mit ihren Studierenden im Modul „Gesundheitsvorsorge" vorbereitet. Für ihre Präsentation besuchte die Gruppe die Hessische Staatskanzlei in Wiesbaden und präsentierte ihre Pläne zu den Themen Ärztemangel, nicht mehr leistbare Pflege durch Angehörige, Förderung der psychischen Gesundheit in einigen europäischen Ländern und Förderung der Prävention und Gesundheitskompetenz durch einen jährlichen Gesundheits-Check-up mit Einladungsverfahren wie in Österreich.

In unserem Nachbarland werden die Menschen bereits regelmäßig zur Vorsorge eingeladen. Die Studierenden schlagen vor, dieses Programm für Menschen ab 14 Jahren auf alle Länder der EU auszuweiten. Krankenkassen würden die Einladungs- und Informationsschreiben zu den kostenlosen Check-Ups versenden, begleitend dazu könnte es Aktionstage in Lehrinstitutionen und Betrieben geben. Dies könne insgesamt dazu beitragen, dass Krankheiten frühzeitig erkannt werden und damit Kosten sparen.

Am Beispiel Kroatiens stellten die Studierenden das Konzept vor, die psychische Gesundheit EU-weit in den Fokus zu rücken, besonders aber in Bulgarien und Albanien. Dort würden psychisch Erkrankte mit Stigmatisierung und lückenhafter Versorgung konfrontiert, ebenso wie es in Kroatien der Fall war. Dort wurde inzwischen eine Online-Informationsseite eingerichtet, die niederschwellige Aufklärung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige bietet. Inhalte dieser Seite könnten durch Übersetzungen auch in den anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden und durch die spezifischen Angebote jedes Landes ergänzt werden. Außerdem schlagen die Studierenden vor, ambulante Dienste anzubieten, die wie in Kroatien die flächendeckende Versorgung gewährleisten. Diese mobilen Teams und ambulanten Zentren könnten durch EU-Fördermittel eingerichtet werden.

Für die Studierenden war es eine neue Erfahrung, ihre Themen den Expertinnen und Experten in der Hessischen Staatskanzlei aus der Abteilung Europa- und Internationale Angelegenheiten zu präsentieren und sich deren Fragen zu stellen.

Die Staatskanzlei ist die Regierungszentrale von Hessen. Dort erhielten die Studierenden zunächst ein Einblick in die Geschichte und historische Architektur der Staatkanzlei sowie eine Einführung in die Nutzung als Sitz der Landesregierung. Die Studierenden erhielten unter anderem Einblick in den Kabinettssaal, in dem die Landesregierung tagt.



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