Wetteraukreis beteiligt sich am bundesweiten Hitzeaktionstag

Gemeinsam für Hitzeschutz (von links): Hitzeschutzkoordinatorin Rebecca John, Fachbereichsleiter und Amtsarzt Prof. Reinhold Merbs, Bürgermeister Eike See, Bürgermeister Michael Hahn, Erste Stadträtin Marion Götz, Landrat Jan Weckler, Bürgermeister Kjetil Dahlhaus, Bürgermeister Klaus Kreß sowie JUH-Regionalvorstand Oliver Pitsch und JUH-Dienststellenleiter Sascha Richter. Foto: Wetteraukreis

Politik
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Der Sommer rückt näher, die Temperaturen steigen langsam an – und mit ihnen das Risiko, unter Sonnenbrand, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag zu leiden. Der Wetteraukreis erarbeitet derzeit aufgrund eines Erlasses des Landes Hessen einen kreisweiten Hitzeaktionsplan (HAP). Um präventiv zum Thema Hitzeschutz zu informieren, hat sich der Kreis auch am diesjährigen Hitzeaktionstag beteiligt: Der „Betreuungsbus" der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) machte auf dem Europaplatz Halt.

Noch sind die Temperaturen angenehm und die erste Hitzewelle des Sommers ist nicht in Sicht. Dennoch schauten viele Interessierte und auch Beschäftigte des Wetteraukreises am Infostand vorbei, informierten sich rund um das Thema Hitzeschutz und beteiligten sich an einem „Hitze-Quiz". Gemeinsam mit Landrat Jan Weckler waren auch die Bürgermeister Kjetil Dahlhaus (Friedberg), Klaus Kreß (Bad Nauheim), Eike See (Wölfersheim), Michael Hahn (Niddatal) sowie Friedbergs Erste Stadträtin Marion Götz vor Ort.

Landrat Weckler betont: „Nicht nur für Ältere und Pflegebedürftige, sondern auch für Kleinkinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen ist es gefährlich, wenn die Temperaturen die 30 Grad Celsius-Marke deutlich überschreiten und es auch nachts kaum noch abkühlt. Aber auch für Menschen, die täglich im Freien arbeiten, kann die Hitze schnell zu einer unerträglichen Belastung werden. Hierfür möchten wir anlässlich des Hitzeaktionstages sensibilisieren."

Negative Folgen für den Körper mindern

Fachbereichsleiter und Amtsarzt Prof. Reinhold Merbs und Hitzeschutzkoordinatorin Rebecca John, die den Aktionstag organisierte, erläutern: „Übergeordnetes Ziel ist es, die negativen Folgen für den menschlichen Körper durch Hitze und UV-Strahlung zu mindern, die Bürgerinnen und Bürger bei der Anpassung an die Klimaveränderungen zu unterstützen und die Einschränkungen der Lebensqualität durch Hitze möglichst gering halten."

Schon vor der für 2025 geplanten Fertigstellung eines Hitzeaktionsplans bleibt der Kreis in der Zwischenzeit nicht untätig: Bereits jetzt wird – etwa mit der Teilnahme am bundesweiten Aktionstag – rund um das Thema „Hitzeschutz" informiert und sensibilisiert. Auch bei der Selbsthilfe-MEILE der Selbsthilfe-Kontaktstelle, die am 6. Juli von 10 bis 15 Uhr auf der Bad Nauheimer Kiespromenade stattfindet, ist der Wetteraukreis mit einem Stand rund um das Thema Hitzeschutz vertreten.

Online unter https://wetteraukreis.de/hitze finden Bürgerinnen und Bürger jederzeit nützliche Informationen, Hitzeschutzmaßnahmen und Handlungsempfehlungen.

Hintergrund

Der Hessische Hitzeaktionsplan (HHAP) beinhaltet ein Hitzewarnsystem sowie Empfehlungen für die interdisziplinäre Kooperation von Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Krankenhäusern, Kitas und Schulen sowie Kommunen. Darüber hinaus gibt der Landesplan Empfehlungen für die kommunale Ebene und verweist auf Best-Practice-Beispiele, Fördermöglichkeiten und bestehende Strukturen. Die Landkreise und kreisfreien Städte sollen gemäß dem Erlass des Landes Hessen ebenfalls eigene Hitzeaktionspläne erstellen.



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