Hahn (FDP) fordert schnelle Umsetzung des „aufsuchenden Impfens“

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„Die Impfung gegen das Corona-Virus läuft in unserer Wetterau schlechter als in anderen Kreisen. Wir müssen alles dafür unternehmen, dass diejenigen, die es wollen, einen Impfschutz erhalten. Denn Impfungen gegen das Coronavirus sind unsere Chance auf eine Rückkehr zur Normalität“, stellt der Wetterauer FDP-Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn fest.

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Hahn fordert den Landrat Jan Weckler (CDU) und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD) deshalb auf, dem Impf-Modell des Landkreises Waldeck-Frankenberg unverzüglich zu folgen. „Dort erhalten die Impfberechtigten ihre wichtige Impfung nunmehr neben den Impfzentren in Korbach und Kassel auch an variablen Standorten im Rahmen des Modells „aufsuchendes Impfen“. Das muss uns hier in der Wetterau als Vorbild dienen“, erklärt Hahn. "Für die über 80-jährigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gebe es in Bad Arolsen, Frankenberg, Bad Wildungen und in der Gemeinde Ebertal spezielle Angebote, die es zulassen, dass ältere Mitbürger zur Impfung vor Ort in einer Gemeinschaftseinrichtung eingeladen würden. Weitere Kommunen wollten im Landkreis Waldeck-Frankenberg diesem Modell nun folgen", so die FDP in einer Pressemitteilung.

„Bereits im vergangenen Dezember habe ich ein derartiges Modell als Sozialdezernent der Stadt Bad Vilbel wegen der weiten Wege nach Büdingen und Heuchelheim auch für unseren Wetteraukreis gefordert, damals noch unter dem Namen ´mobiles Altersheim´. Seinerzeit erhielt ich die Information, dass dies organisatorisch und rechtlich nicht möglich sei. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg belehrt uns aber eines Besseren. Dort müssen Seniorinnen und Senioren nicht einen weiten Weg auf sich nehmen, um die Impfung zu erhalten“, stellt Hahn fest. "In dem Wetteraukreis müssten die Bürgerinnen und Bürger entweder das Impfzentrum Büdingen oder das Impfzentrum Heuchelheim bei Gießen aufsuchen", schreibt die FDP.

„Vielen älteren Mitmenschen in der Wetterau wäre sehr damit geholfen, wenn das Impfen direkt in ihrer Gemeinde oder Stadt durchgeführt würde. Nicht jeder besitzt ein Auto oder möchte dieses im hohen Alter auf einer weiten Strecke noch selbst fahren. Wer nicht von Verwandten zum Impfzentrum gebracht werden kann, ist auf den schlecht getakteten öffentlichen Nahverkehr angewiesen“, kritisiert Hahn den derzeitigen Zustand. Zwar habe er als Sozialdezernent in Bad Vilbel schnell einen ehrenamtlichen Shuttle-Service etabliert, doch würde eine Umstrukturierung den Impfprozess für viele erleichtern. „Und dadurch werden noch mehr Menschen ermutigt, die wichtige Impfung auch wirklich in Anspruch zu nehmen“, ist sich Hahn sicher.

„Wir Freie Demokraten sagen dem Landrat und der Gesundheitsdezernentin unsere Unterstützung in dem Vorhaben eines Angebots des Modells ´aufsuchendes Impfen´ zu und fordern diese gleichzeitig auf, sofort mit den Vorbereitungen für das Einführen in Kombination mit dem mobilen Personal des Impfzentrums in Büdingen zu beginnen“, lautet die klare Botschaft des ehrenamtlichen Sozialdezernenten aus Bad Vilbel. Sicherlich seien Kommunen, deren ältere Mitbürger es sehr weit zum Impfzentrum nach Büdingen hätten, wie beispielsweise Karben, Bad Vilbel, Butzbach oder auch Friedberg, bereit, solche Modelle mit zu etablieren. Laut Hahn seien schnelle mobile Impfungen dann in allen Örtlichkeiten denkbar, in denen auch das DRK Blutspendenaktionen durchführe. „Dort gibt es Hygienekonzepte und ausreichend Platz“, so Hahn abschließend.

Foto: Der ehrenamtliche Fahrer Friedrich Kreuder-Federlein und Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn mit dem Shuttle-Bus der Stadt Bad Vilbel vor dem Impfzentrum in Büdingen.

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